Grüne/Rössler zu Regenwaldbericht: Weltweit verbindliche Maßnahmen notwendig

Kampf gegen Klimakrise und gegen Artensterben braucht Stopp der Entwaldung

Wien (OTS) – „Die grüne Lunge des Planeten verschwindet mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit – und mit ihr unsere Chancen, die Klimakrise und das Artensterben aufzuhalten“, kommentiert Astrid Rössler, Umweltsprecherin der Grünen, den neuen WWF-Regenwaldbericht. „Wälder sind die Heimat der meisten uns bekannten Arten. Ihre fortlaufende Zerstörung ist daher einer der Hauptgründe, warum die Weltgemeinschaft jedes einzelne der für 2020 gesteckten Artenschutzziele verfehlt hat“, sagt Rössler.

Über 43 Millionen Hektar Regenwald – etwa die fünffache Fläche Österreichs – wurden weltweit in den letzten zehn Jahren vernichtet. Der heute vorgestellte, auf Satellitendaten basierende, Bericht identifiziert 24 tropische und subtropische Hotspots, in denen die Entwaldung besonders voranschreitet. Die industrielle Landwirtschaft bleibt die wichtigste Ursache für Regenwaldzerstörung. Für Viehweiden und den Anbau von Agrarrohstoffen wie Soja, Palmöl oder Kaffee werden immer größere Flächen benötigt.

Auch Europa trägt einen Beitrag zur Entwaldung bei: „Österreich importiert jedes Jahr eine halbe Million Tonnen Soja aus Südamerika, das vor allem für die Fleischproduktion verwendet wird“, gibt Rössler zu bedenken. „Entwaldung ist ein weltweites Problem, das globale Antworten erfordert.“ Rössler verweist auf die im Mai in China stattfindende Vertragsstaatenkonferenz zur UN-Biodiversitätskonvention. „Die Weltgemeinschaft muss sich beim Biodiversitätsgipfel im Mai auf umfassende und verbindliche Ziele und Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt verständigen“, betont Rössler.

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