Das war die Spargelsaison 2021

Warum regionales Gemüse Importware um Längen schlägt.

Mannsdorf an der Donau (OTS) – Ob weiße oder grüne Spitze — wer auch in Zukunft noch zarten Spargel aus Österreichs fruchtbaren Böden genießen möchte, muss jetzt Farbe bekennen. Regionalität und Saisonalität sind bei dem edlen Stangengemüse die Schlagwörter der Stunde — gerade heuer, wo die Marchfelder LandwirtInnen witterungsbedingt auf eine kleinere Ernte zurückgreifen können als sonst. Wer beim Spargelkauf auf das bekannte Gütesiegel des Vereins Marchfeldspargel g.g.A. achtet, trägt deshalb nicht nur zum Erhalt einer österreichischen Traditionsbranche und zu fairen Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft bei, sondern hilft nebenbei auch mit, Österreichs Klimabilanz zu verbessern.

Warum das so ist, liegt für Werner Magoschitz, Obmann des Vereins Marchfeldspargel g.g.A., auf der Hand: „Saisonales Gemüse aus der Region hinterlässt nicht nur einen viel kleineren ökologischen Fußabdruck als importierte Ware aus fernen Ländern, sondern trägt auch zu einer gesunden Kreislaufwirtschaft bei, die es Österreichs Landwirtinnen und indirekt der gesamten Österreichischen Gesellschaft ermöglicht, von den Früchten ihres Bodens zu profitieren.“

Auch wenn Importspargel aus Ländern wie China, oder Peru, wo korrupte Systeme Arbeitnehmerschutz und Umweltschutz gleichermaßen aushebeln, auf den ersten Blick billiger sein mag — auf lange Sicht zahlen ausgebeutete ArbeitnehmerInnen und eine zerstörte Umwelt die Zeche. Während die österreichischen Spargelkulturen nach höchsten Standards kontrolliert werden, arbeitet die Konkurrenz aus Übersee weitgehend im rechtsfreien Raum, was Umwelt- und Sozialgesetzgebung betrifft. Der Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden hat etwa in China dazu geführt, dass schon heute rund 90 Prozent der landwirtschaftlichen Anbauflächen kontaminiert sind. Durch den hohen Strom- und Wasserverbrauch auf den Anbauflächen schlägt der Spargelimport aus diesen Ländern in der Co2-Bilanz gleich doppelt zu Buche.

Was hingegen die Marchfelder Spargelbauern in mühevoller Handarbeit aus den Donausandböden des Wiener Umlands ziehen, muss nicht extra mittels emissionsintensiver Frachtschiffe oder per Flugzeug in die heimischen Supermärkte gekarrt werden, sondern kommt täglich frisch und vergleichsweise klimaschonend ins Regal. Selten hat Klimaschutz besser geschmeckt. Und selten zuvor war es so einfach, als KonsumentIn konkret Gutes zu tun.

Saison 2021 war wetterbedingt sehr durchwachsen

Nach dem pandemiebedingt schwierigen Jahr 2020 wurde die niederösterreichische Spargelernte in der heurigen Saison von einer außergewöhnlich kalten Witterung hart getroffen. Engpässe waren die Folge. Anstatt der im Vorjahr mehr als 1.700 Tonnen Spargel, die im Marchfeld geerntet wurden, dürfte es heuer laut Vereinsobmann Werner Magoschitz bis zu 35 Prozent weniger Ertrag geben.

Die saisonalen Gegebenheiten werden von der Angebotspolitik der großen Handelsketten freilich nicht immer berücksichtigt. Ein gesundes Ökosystem, wie es Österreichs LandwirtInnen pflegen, bringt aber mit sich, dass Naturprodukte wie Spargel saisonalen Schwankungen unterworfen sind. Die zarten Spitzen dann zu genießen, wenn sie in Österreich Saison haben, ist der beste Beitrag zu einer gesunden Kreislaufwirtschaft. Von uns KonsumentInnen hängt es also maßgeblich ab, ob die heimischen LandwirtInnen auch in Zukunft noch das hochqualitative und unter Einhaltung strenger Sozial- und Umweltstandards geerntete Gemüse auf unsere Teller bringen können. „Das Wetter und die Ernte werden nächstes Jahr wieder viel besser“, verspricht der erfahrene Landwirt und Obmann mit einem Augenzwinkern schon heute.

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Magoschitz Werner, Obmann Marchfeldspargel g.g.A., 0676/7024100

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