Industrie zu EIS 2022: Forschung und Innovation sichert Zukunft, Technologieoffensive ausbauen

Innovation und neue Technologien sind Hebel zur Bewältigung aktueller Herausforderungen – Industrieleitbetriebe steigern Forschungsausgaben signifikant

Wien (OTS) – Mit dem 8. Rang im diesjährigen Europäischen Innovationsranking (EIS) bestätigt Österreich sowohl seine Position des Vorjahres als auch seinen Status als „Strong Innovator“. „Das ist grundsätzlich erfreulich, aber leider schafft es Österreich seit Jahren nicht aus dieser guten Mittelfeldposition auszubrechen und an die Spitze vorzustoßen“, sagt der IV-Generalsekretär Neumayer anlässlich der heutigen Veröffentlichung des EIS 2022 durch die Europäischen Kommission.

Doch gerade das wäre jetzt im Lichte der multiplen Herausforderungen dringender nötig als je zuvor. Bei Innovationen und neuen Technologien zu den Vorreitern zu gehören, hat eine große Bedeutung für die Unabhängigkeit von globalen Lieferketten, die zunehmend unter Druck geraten. Technologiekompetenz liefert auch den Schlüssel zur Bewältigung der großen Herausforderungen der Gesellschaft, vom Klimawandel, über der Energieversorgung von morgen bis hin zur Bekämpfung lebensbedrohlicher Krankheiten. „Forschung, Technologie und Innovation können zwar nicht alles sofort lösen. Aber mittel- bis langfristig ist Innovation unser stärkster Hebel aus all dem wieder herauszukommen. Innovation ist unser Weg in die Zukunft und das gilt sowohl für die Industrie als auch für die Gesellschaft insgesamt“, so Neumayer. Die Unternehmen halten jedenfalls ihren Innovationskurs wie auch das EIS 2022 anhand der privaten F&E-Ausgaben eindrucksvoll bestätigt.

Dies wird auch anhand aktueller Daten der österreichischen Industrie widergespiegelt: „Unsere Industrie-Leitbetriebe haben in den Coronajahren 2020 und 2021 ihre Forschungsausgaben um 3 Prozent bzw. weitere 4 Prozent erhöht. Und sie werden bis 2025 sogar noch um weitere 18 Prozent steigern! Sie tun dies in vollem Vertrauen darauf, dass die Politik hier weiter mitzieht und der Forschung und Technologieentwicklung jene Priorität einräumt, der ihr zusteht, auch und vor allem in Krisenzeiten!“ so Neumayer.

Wir dürfen die Finanzierung der FTI-Aktivitäten in Österreich und insbesondere der angewandten Forschung in der Krise nicht aus den Augen verlieren. Dafür braucht es das weitere Commitment der Bundesregierung die Forschungsfinanzierung mit der erforderlichen Geschwindigkeit auszubauen. Im Herbst stehen wichtige Weichenstellungen für die Gestaltung der Rahmenbedingungen für Forschung & Entwicklung in Österreich an.

Im nächsten FTI-Pakt 2024-26 braucht es eine Technologieoffensive für angewandte Forschung. Dabei gilt es, sich auf Österreichs Stärken und Schlüsseltechnologien zu fokussieren und mit themenoffenen Formaten für die erforderliche Flexibilität zu sorgen. So kann die Technologieoffensive zum „Gamechanger“ in der österreichischen Forschungslandschaft werden und unsere Betriebe dabei unterstützen, zukunftsfit zu werden. Dafür sollte auch der Transformationsfonds genutzt werden. „Nur so können wir auch im internationalen Umfeld unseren Vorsprung ausbauen und bei den Schlüsseltechnologien der Zukunft eine führende Rolle einnehmen“ führt IV-Generalsekretär Neumayer aus.

Auch die Sicherstellung des Innovationsnachwuchses in den MINT-Disziplinen müsse strategisch erfolgen. In der FTI-Strategie 2030 der Regierung ist das Ziel festgeschrieben, 20 Prozent mehr MINT-Graduierte zu erreichen. Die Industrie fordert nach wie vor eine konkrete Roadmap für dieses Ziel ein. „Wir leben in einer sehr herausfordernden Zeit mit vielen Problemstellungen. Für viele davon können Forschung, Technologie und Innovation konkrete Lösungen liefern“, so Neumayer abschließend.

Industriellenvereinigung
Marlena Mayer
Pressesprecherin
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