Österreichischer Krebsreport: Fortschritte in der Versorgung von Menschen mit Krebs

IN DER ZWEITEN AUFLAGE DES – SCHON ALS STANDARDWERK GELTENDEN – ÖSTERREICHISCHEN KREBSREPORTS STELLEN DIE EXPERT:INNEN VON ÖSTERREICHISCHER GESELLSCHAFT FÜR HÄMATOLOGIE & MEDIZINISCHE ONKOLOGIE (OEGHO,) ÖSTERREICHISCHER KREBSHILFE UND STATISTIK AUSTRIA MARKANTE FORTSCHRITTE IN DER KREBSVERSORGUNG FEST. SO KONNTE DANK INTENSIVER FORSCHUNG BEI BESTIMMTEN TUMORARTEN EINE SIGNIFIKANTE VERBESSERUNG DES ÜBERLEBENS ERZIELT WERDEN. GLEICHZEITIG WEISEN DIE AUTOR:INNEN ABER DARAUF HIN, DASS 50 % ALLER KREBS-TODESFÄLLE MIT (NOCH BESSERER) VORSORGE VERMEIDBAR WÄREN. 

Mit dem zweiten Österreichischen Krebsreport bieten die Österreichische Gesellschaft für Hämatologie & Medizinische Onkologie (OeGHO) und die Österreichische Krebshilfe auch dieses Jahr wieder einen umfassenden Überblick über epidemiologische Daten und Fortschritte in der Früherkennung, in der Forschung und in der Versorgung von Krebspatient:innen. „Wir haben Daten erhoben, den wissenschaftlichen Output gescreent, Innovationen in Diagnose sowie Therapie aufgenommen und die Strukturen analysiert. In der Bewertung der Entwicklung war jedoch immer der Mensch die Messlatte. Denn letztlich steht aus unserer Sicht nicht die Krebserkrankung im Fokus, sondern der Mensch, der an Krebs erkrankt ist“, betont Prim. Univ.-Prof. Dr. WOLFGANG HILBE, Präsident der OeGHO. „Zusammenfassend kann man sagen: Es wird mit immer größerem Output geforscht. Auch heimische Forscher:innen sind daran in maßgeblicher Weise beteiligt. Und Innovation kommt bei den Patient:innen an. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Patient:innen mit einem gastrointestinalen Stromatumor hatten vor 20 Jahren eine Lebenserwartung von unter 12 Monaten, heute haben sie mit einer täglichen Tabletteneinnahme eine fast normale Lebenserwartung. Bei einem metastasierten Lungenkarzinom war nach zwei Linien Chemotherapie die Lebensperspektive mit 12 Monaten erreicht, heute können in 30% der Fälle Treibermutationen festgestellt und gezielt therapiert werden, was die Lebenserwartung statt in Monaten in Jahren bemessen lässt.“

EPIDEMIOLOGIE – SIGNIFIKANTE VERBESSERUNG DES GESAMTÜBERLEBENS BEI BESTIMMTEN KREBSARTEN

Wie sich die Fortschritte bei den wichtigsten Indikationen im Detail abbilden, führt der Österreichische Krebsreport im Kapitel „Epidemiologie“ aus, das in dieser Ausgabe die Überlebenswahrscheinlichkeiten nach einer Krebsdiagnose in den Fokus stellt. Diese Kennzahlen der Krebsstatistik werden aus den Daten des Österreichischen Nationalen Krebsregisters von Statistik Austria berechnet. Mag. Dr.scient.med. MONIKA HACKL, Leiterin des Österreichischen Nationalen Krebsregisters dazu: „Wir stellen die häufigsten Tumorlokalisationen in Absolutzahlen dar und geben über die Überlebenswahrscheinlichkeiten Auskunft – auf kompakte Weise und anschaulich erklärt anhand eines gut nachvollziehbaren Beispiels.“

* Eine GUTE PROGNOSE hinsichtlich Überlebenswahrscheinlichkeit wird etwa bei Brust-, Prostata-, Schilddrüsen- und Hodenkrebs erreicht. Da liegt das kumulierte relative Überleben drei Jahre nach Diagnosestellung bei 90,6 % bis 96,6 %.
* Eine SIGNIFIKANTE VERBESSERUNG der Überlebenswahrscheinlichkeit wurde in den letzten Jahren bei Tumoren der Niere, von Kopf & Hals sowie des Magens erreicht. Da kommen die Werte inzwischen auf 81,5 % (Niere), 60,4 % (Kopf & Hals) und 41,6 % (Magen).

* Mit einer SCHLECHTER PROGNOSE sind immer noch Patient:innen mit Lungen-, Speiseröhren-, Leber- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs konfrontiert. Bei diesen Indikationen beträgt das kumulierte relative Überleben drei Jahre nach Diagnosestellung zwischen 30,2 % und 15,6 %. 

Österreichische Gesellschaft für Hämatologie & Medizinische Onkologie
Walter Voitl-Bliem, MBA
Geschäftsführer
+43 (664) 4053646
walter.voitl-bliem@oegho.at
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