„profil“: Bundesamt zur Korruptionsbekämpfung ermittelt in Causa Wienwert

Wegen vermuteter Geschenkannahme durch Amtsträger

Wien (OTS) – Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, hat die Wirtschafts- und
Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) das Bundesamt zur
Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (BAK) mit den
Ermittlungen in der Causa Wienwert beauftragt. Das geht aus einem
„profil“ vorliegenden Schreiben der WKStA an das BAK vom 30. April
hervor. Im Zuge der bisherigen Ermittlungen rund um die Insolvenz der
Immobiliengruppe „wurde eine Aufstellung vorgefunden, aus der
hervorgeht, dass Stefan Gruze (Wienwert-Vorstand, Anm.) im Zeitraum
März bis Juni 2017 offensichtlich Einladungen für diverse Sport- bzw.
Kulturevents an hochrangige Amtsträger ausgesprochen hat“, heißt es
in dem Dokument.

„Darüber hinaus liegen besondere Umstände vor, (…) die für eine
Übertragung des gesamten Ermittlungsverfahrens an das BAK und gegen
die Weiterführung der Ermittlungen durch das LKA Wien
(Landeskriminalamt, Anm.) zur Vermeidung jeglichen Anscheins einer
Befangenheit bei der Führung der Ermittlungen sprechen“, schreibt die
zuständige Staatsanwältin.

Gruze selbst will sich zu den Vorwürfen nicht äußern: „Nachdem
sich mein Mandant keine strafrechtlichen Verfehlungen vorzuwerfen hat
und vollumfänglich kooperiert, ist es für ihn unerheblich, welche
konkrete Behörde im Auftrag der WKStA die Ermittlungen durchführt.
Mein Mandant begrüßt jegliche Schritte, die der Aufklärung dienlich
sind“, erklärt sein Anwalt Norbert Wess.

„profil“-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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