
100 Jahre Sozialministerium
Festakt anlässlich des Jubiläums
Wien (OTS/BMASGK) – Am 5. November lud Bundesministerin Beate
Hartinger-Klein zur 100-jährigen Jubiläumsfeier des Ministeriums ins
Museum für angewandte Kunst (MAK) in Wien.
„Vor 100 Jahren hat die Erfolgsgeschichte des
Sozialministeriums seinen Lauf genommen, eine Geschichte, die
unterschiedlicher nicht hätte sein können, auf die wir aber mit Stolz
zurückblicken. Die Anliegen der Menschen und auch die damit
verbundenen Aufgaben des Sozialministeriums haben sich im Laufe der
Jahre natürlich verändert. Aber wir können mit Sicherheit sagen, dass
das Sozialministerium die Anliegen der Menschen vor 100 Jahren
genauso ernst genommen hat wie wir das auch noch heute machen“,
erklärte Sozialministerin Mag.a Beate Hartinger-Klein in ihrer
Rede.****
Im Zuge des Festaktes wurden vergangene Errungenschaften der
letzten 100 Jahre aktuellen Zukunftsfragen gegenübergestellt, im
Zentrum standen dabei die Themenbereiche Arbeit, Digitalisierung und
Sozialversicherung. Festredner Univ.Prof. Christoph Badelt,
ehemaliger Rektor der Wirtschaftsuniversität Wien und Chef des
Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) sprach
über die Herausforderungen an eine moderne Sozialpolitik.
Zukunftsforscher des Instituts für Sozialwissenschaftliche Forschung
in München (ISF), Prof. Dr. Andreas Boes, referierte zum Thema
„Hundert Jahre Zukunft der Arbeit“.
Der Festakt wurde von der Band „Mundwerk“, musikalisch
begleitet, die sich aus Musikerinnen und Musiker mit Handicap aus der
Steiermark zusammensetzt. Durch das Programm führte Moderator Gerald
Gross. Neben Vizekanzler Heinz-Christian Strache, der 3.
Nationalratspräsidentin Anneliese Kitzmüller und
Regierungsmitgliedern nahmen auch ehemalige Sozialministerinnen und
Sozialminister bzw. Staatssekretäre teil: Herbert Haupt, Rudolf
Hundstorfer, Erwin Buchinger, Ursula Haubner, Elisabeth Sickl, Lore
Hostasch, Walter Geppert, Sigisbert Dolinschek und Reinhart Waneck.
Zwtl: 1918 – 2018
Das heutige Sozialministerium wurde am 30. Oktober 1918 mit dem
Beschluss der provisorischen Nationalversammlung für
Deutsch-Österreich über die grundlegenden Einrichtungen der
Staatsgewalt als „Staatsamt für soziale Fürsorge“ eingerichtet. Damit
wurde der Grundstein des österreichischen Sozialstaates geschaffen.
Im Jahr 1919 wurde das Ministerium in „Staatsamt für soziale
Verwaltung“ umbenannt. Nach mehreren Ressortwechseln betreut das
Ministerium aktuell die Agenden Arbeit, Soziales, Gesundheit und
Konsumentenschutz.
Während des 100-jährigen Bestehens wurden zahlreiche Gesetze
verabschiedet, die Verbesserungen für die Österreicherinnen und
Österreicher brachten. Einige Meilensteine waren beispielsweise die
Einführung der Arbeitslosenunterstützung, das Verbot der
Kinderarbeit, die Einführung des 8-Stunden-Tags, die Gründung der
Arbeiterkammern und des Gewerkschaftsbundes, die Einführung des
Allgemeines Sozialversicherungsgesetz (ASVG), die Gleichstellung von
Arbeiterinnen und Arbeitern gegenüber Angestellten, die Einführung
der Kinderbeihilfe und des Mutterschutzes, diverse
Pensionsanpassungen – und Reformen, Pflegegeldanpassungen, die
Einführung der 40 Stunden-Woche, der gesetzliche
Mindesturlaubsanspruch, die aktive Arbeitsmarktpolitik, das
Ausländerbeschäftigungsgesetz oder die Einführung der
Bedarfsorientierten Mindestsicherung.
Sozialpolitik schafft die die Basis für sozialen Zusammenhalt,
Stabilität und Sicherheit. Durch Sozialversicherung und
Sozialleistungen werden die Lebenschancen der Menschen verbessert.
Der Sozialstaat steht daher auch in Zukunft immer wieder vor großen
Herausforderungen.
Informationen rund um die Veranstaltung finden Sie unter
[www.100jahre-sozialministerium.at]
(http://www.100jahre-sozialministerium.at/)
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz
Axel Ganster, MAS
Pressesprecher von Sozialministerin Beate Hartinger-Klein
+43 (1) 71100-86 2456
pressesprecher@sozialministerium.at
www.sozialministerium.at
www.facebook.com/sozialministerium
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