Sonnenstrom statt Atomstrom

Ambitioniertes Handeln auch bei Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz notwendig

Wien (OTS) – Heute vor 40 Jahren hat sich die österreichische
Bevölkerung gegen das Atomkraftwerk in Zwentendorf ausgesprochen.
Damit stellte Österreich die Weichen für eine saubere
Stromversorgung. Seit mehreren Jahren wird am Kraftwerksstandort
anstelle von Atomstrom nun Sonnenstrom produziert.

Die Photovoltaik hat sich seit damals von einer Nischentechnologie
hin zu einer tragenden Säule der Energiewende entwickelt. Österreich
steht heute bei einer installierten Leistung von 1,5 Gigawattpeak,
wobei das Ausbaupotential bei weitem noch nicht ausgeschöpft ist.
Durch zunehmende Elektrifizierung, etwa in den Bereichen Mobilität
und Wärmebereitstellung, wird der Strombedarf weiter steigen.
Gemeinsam mit dem bereits erwarteten Bekenntnis der österreichischen
Bundesregierung „100 Prozent sauberen Strom bis 2030“ zu produzieren,
ist ein ambitioniertes Handeln unerlässlich. Für die vollständige
Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energie müssen die
nächsten 12 Jahre konsequent genutzt werden. Der dazu erforderliche
parallele Ausbau aller Technologien der Erneuerbaren kann nur durch
technologiespezifische Rahmenbedingungen und Anreize sichergestellt
werden.

Vera Immitzer, Generalsekretärin vom Bundesverband Photovoltaic
Austria (PVA): „Das derzeit in Ausarbeitung befindliche
Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz muss ähnlich wegweisend sein wie die
damalige Abstimmung über das Österreichische Atomkraftwerk. Die
100.000 Dächer-Initiative der österreichischen Bundesregierung ist
eine wertvolle Startoffensive für den Ausbau der Photovoltaik. Um das
100-Prozent-Ziel letztendlich zu erreichen wird die Photovoltaik bis
2030 einen Beitrag von 15 Gigawattpeak (rund 20 Prozent des
Stromverbrauchs) leisten müssen. Dafür werden weitere Schritte
notwendig sein.“

Der PVA hat daher ein Konzept für ein wirksames Gesetz vorgelegt.
Dessen Fundament bilden Kontinuität und Effizienz bezüglich der
Rahmenbedingungen und Anreize sowie grundsätzlich weniger Bürokratie
bei der Umsetzung von Photovoltaik-Anlagen. Das notwendige
Maßnahmenbündel reicht von neuen Betriebs- und
Finanzierungskonzepten, Bauvorgaben, Ermöglichung von
Quartierslösungen über die Abschaffung der Eigenverbrauchsabgabe,
Senkung der Mehrwertsteuer, Bauverpflichtung für ausgewählte Gebäude
bis hin zu Bewusstseinsbildung und Ausbildung.

Vollständiges Konzept für einen effizienten, kontinuierlichen und
unbürokratischen PV-Ausbau [www.pvaustria.at/konzept]
(http://www.pvaustria.at/konzept)

[Übergreifendes Positionspapier für alle erneuerbaren
Stromtechnologien, vom Dachverband für Erneuerbare Energien EEÖ]
(https://www.ots.at/redirect/erneuerbare-energie)

Bundesverband Photovoltaic Austria
Judith Pospischil
Neustiftgasse 115A/19, 1070 Wien
Telefon +43 (0)1 522 35 81

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