
Das Konsumgüterforum und die Fair Labor Association fordern einestärkere Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Zwangsarbeit in derPalmölindustrie
Paris (ots/PRNewswire) – Der FLA-Bericht hebt die großen
Herausforderungen auf dem indonesischen und malaysischen Markt
hervor.
Malaysia und Indonesien sind die führenden Palmölproduzenten. Sie
machen zusammen 86 Prozent der Weltproduktion aus und beschäftigen
fast 3,5 Millionen Arbeitnehmer, überwiegend Migranten aus ärmeren
Nachbarregionen und Ländern.
Ein neuer Bericht der Fair Labor Association (FLA), der von der
Palmöl-Arbeitsgruppe des Konsumgüterforums (CGF) in Auftrag gegeben
wurde, versucht, die Zwangsarbeitsrisiken in der gesamten Branche in
beiden Ländern zu verstehen und zu untersuchen, wie
Konsumgüterunternehmen dazu beitragen können, dem Problem ein Ende zu
setzen.
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Indikatoren von Zwangsarbeit
Neue Untersuchungen der Fair Labor Association und der CGF zeigen,
dass der Palmölsektor in Indonesien und Malaysia jeweils mehrere
Indikatoren für Zwangsarbeit aufweist, darunter Zwangsmaßnahmen
einschließlich Drohungen, Gewalt und mangelnde Klarheit der
Arbeitsbedingungen, Abhängigkeit vom Arbeitgeber, mangelnder Schutz
durch Staat/Polizei, Schuldknechtschaft, hohe Vermittlungsgebühren
und unfreiwillige Überstunden. Das höchste Risiko von Zwangsarbeit
wurde bei Ernte- und Wartungsarbeitern festgestellt, einschließlich
derjenigen, die Pestizide und Düngemittel einsetzen, eine Tätigkeit,
die zudem höhere Gesundheits- und Sicherheitsrisiken birgt.
Peter Freedman, Managing Director des Konsumgüterforums, sagte: „Vor
drei Jahren richtete das CGF als globale Plattform für den positiven
Wandel in der Konsumgüterindustrie ein Arbeitsprogramm ein, das dazu
beiträgt, Zwangsarbeit in Wertschöpfungsketten auf der ganzen Welt zu
beseitigen – das erste seiner Art. Wir begrüßen den FLA-Bericht, der
uns neue Erkenntnisse und praktische Empfehlungen liefert, die uns
helfen werden, unsere Arbeit zu beschleunigen. Zwangsarbeit ist ein
endemisches, globales Problem, und die einzige Lösung besteht darin,
mit Palmölunternehmen, Personalvermittlungen, Unternehmen und
Regierungen zusammenzuarbeiten.“
Sharon Waxman, FLA-Präsident und CEO, sagte: „Die Überprüfung des
Palmölsektors in Malaysia und Indonesien durch die Fair Labor
Association bestätigt, dass Zwangsarbeit eine systemische und enorm
komplexe Herausforderung ist, die unverzüglich angegangen werden
muss. Wir hoffen, dass unser Bericht zu sinnvollen Gesprächen und
konzertierten Maßnahmen führt, um die Ursachen für die Zwangsarbeit
bei der Palmölproduktion anzugehen. Die FLA verpflichtet sich,
gemeinsam mit dem Konsumgüterforum, seinen Mitgliedern und
gleichgesinnten Interessengruppen Lösungen zu finden und umzusetzen,
die Zwangsarbeit beenden und Arbeitnehmer auf der ganzen Welt
schützen.“
Reduzierung von Zwangsarbeitsrisiken
Dieser Bericht hebt die entscheidende Rolle hervor, die Unternehmen
bei der Minderung von Zwangsarbeitsrisiken bei der Produktion von
Palmöl spielen können, indem sie ihre Branchenführerschaft dazu
nutzen, das gemeinsame Handeln ihrer Mitglieder voranzutreiben. Zu
den wichtigsten Chancen gehören:
* Anwaltschaft gegenüber den indonesischen und malaysischen
Regierungen, Unternehmen und Lieferanten.
* Förderung von branchenspezifischem Dialog zwischen verschiedenen
Interessengruppen und regionaler Zusammenarbeit.
* Forschung und Wissensaustausch zwischen CGF-Mitgliedern,
Lieferkettenakteuren und anderen.
* Verbesserung der bestehenden Bewertungsmethoden.
* Verbesserung der bestehenden Zertifizierungssysteme, Mechanismen
und Normen für Zwangsarbeit.
* Sicherstellung des Engagements gegen Zwangsarbeit auf Seiten der
CGF-Mitglieder und ihrer Lieferanten.
Um tätig zu werden und diese Risiken zu mindern, hat das CGF auch
einen Aktionsplan entwickelt, der auf den Empfehlungen im FLA-Bericht
basiert und seine Entschlossenheit, gemeinsam an der Lösung von
Zwangsarbeitsfragen in diesem Sektor zu arbeiten, unter Beweis stellt
und bekräftigt.
Olaf Koch, CEO der METRO AG, und Co-Vorsitzender des CGF-Vorstands,
sagte: „In der Welt der Nachhaltigkeit haben die Umweltfragen im
Zusammenhang mit Palmöl die Menschenrechtsbelange längst
überschattet. Dank des letzten vom CGF in Auftrag gegebenen Berichts
kann heute niemand mehr leugnen, dass dieses Problem besteht. Mit der
Unterstützung der FLA und unserer Kollegen vom CGF ist es an der
Zeit, positive Veränderungen in dieser Frage voranzutreiben und mit
der Umsetzung der Priority Industry Principles on Forced Labour (dt.
Wichtigste Branchengrundsätze zu Zwangsarbeit) und der Umsetzung des
neu veröffentlichten Aktionsplans zu beginnen. Wir müssen jetzt
handeln.“
Marc Engel, Chief Supplychain Officer bei Unilever, erklärte: „Als
CGF-Mitglieder sind wir davon überzeugt, dass Unternehmen
zusammenarbeiten müssen. Wenn es um die Beseitigung der Zwangsarbeit
geht, dürfen wir keine Zeit verlieren. Es ist von größter Bedeutung,
dass wir weiterhin wachsam sind, um die eigentlichen Ursachen
anzugehen. Gemeinsam forderten wir eine unabhängige, umfassende
Überprüfung der anhaltenden sozialen Herausforderungen in der
Palmindustrie in Indonesien und Malaysia. Da Unilever einer der
Hauptabnehmer von Palmöl ist, sind die Ergebnisse des FLA-Berichts
sehr wertvoll und werden dazu beitragen, unsere Bemühungen zur
Beendigung der Zwangsarbeit weltweit zu verstärken. Wir werden
weiterhin mit anderen CGF-Mitgliedern und anderen Interessengruppen
zusammenarbeiten, um die Umsetzung der vorrangigen
Industriegrundsätze des CGF voranzutreiben und einen positiven Wandel
herbeizuführen.“
Weitere Informationen über die Arbeit des CGF zur Beseitigung der
Zwangsarbeit finden Sie unter http://www.tcgfsocial.com
Über das Konsumgüterforum
Das Consumer Goods Forum („CGF“) ist ein globales, paritätisches
Industrienetzwerk, das von seinen Mitgliedern betrieben wird, um die
globale Übernahme von Praktiken und Standards zu fördern, die der
Konsumgüterindustrie weltweit zugute kommen. Es vereint die CEOs und
das Senior Management von rund 400 Einzelhändlern, Herstellern,
Dienstleistern und anderen Interessengruppen in 70 Ländern und
spiegelt die Vielfalt der Branche in Bezug auf Geografie, Größe,
Produktkategorie und Format wider. Die Mitgliedsunternehmen weisen
einen Gesamtumsatz von 3,5 Billionen Euro auf und beschäftigen direkt
fast 10 Millionen Menschen, wobei weitere 90 Millionen Arbeitsplätze
in der gesamten Wertschöpfungskette geschätzt werden. Es wird von
seinem Verwaltungsrat geleitet, dem mehr als 50 CEOs von Herstellern
und Einzelhändlern angehören. Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.theconsumergoodsforum.com.
Über die Fair Labor Association
Die Fair Labor Association fördert und schützt die Rechte der
Arbeitnehmer und verbessert die Arbeitsbedingungen, indem sie die
Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, zivilgesellschaftlichen
Organisationen, Hochschulen und Universitäten erleichtert. Die FLA
führt eine transparente und unabhängige Überwachung durch, um
sicherzustellen, dass die hohen Arbeitsstandards überall dort
eingehalten werden, wo die FLA-Mitglieder ihre Produkte beziehen, die
Grundursachen für Verstöße ermitteln und Lösungen für
Arbeitsplatzprobleme vorschlagen. Weitere Informationen finden Sie
unter http://www.fairlabor.org.
+1-(202)-776-7704
FLA@westendstrategy.com
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