
KAV: Sanierungen in der KAV-Rudolfstiftung laufen fachgerecht und planmäßig
PatientInnen und MitarbeiterInnen sind in sicherem Umfeld
Wien (OTS) – Die Krankenanstalt Rudolfstiftung ging 1865 in ihrer
ursprünglichen Form in Betrieb, 1977 wurde das 17 Stockwerke zählende
Hochhaus eröffnet. In den 1970er Jahren galt Asbest noch als gängiges
Baumaterial und wurde vor allem zum Brandschutz und zur Wärmedämmung
eingesetzt, heute sind Gefährdungen durch Asbest evident und
unbestritten. Der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) hat daher
bereits in den 1990er Jahren im Zuge von Stationssanierungen auch
Asbestsanierungen durchgeführt.
Sowohl aus technischer als auch aus medizinischer Sicht wird dem KAV
bescheinigt, bei den Sanierungsarbeiten fachgerecht und entsprechend
der geltenden Vorschriften vorzugehen. „Wir sanieren bei laufendem
Betrieb unter Einhaltung aller notwendigen Sicherheitsmaßnahmen“,
erklärt Herwig Wetzlinger, Generaldirektorin-Stellvertreter des KAV.
„So können wir einerseits den PatientInnenbetrieb aufrechterhalten.
Andererseits stellen wir damit sicher, dass weder PatientInnen und
BesucherInnen noch das Personal einer gesundheitsgefährdenden
Asbestkontaminierung ausgesetzt werden.“ Die Sanierungsmethode im
laufenden Betrieb eines Krankenhauses ist die einzig denkbare und
erfolgt nach Stand der Technik.
„Die Umbauarbeiten werden von der Planung bis zur Abnahme vor
Inbetriebnahme durch einen gerichtlich beeideten Sachverständigen der
Fachrichtung Asbest begleitet und kontrolliert“ erläutert Marco
Dorn, technischer Direktor der KAV-Krankenanstalt Rudolfstiftung. „Es
werden laufend Luftmessungen durchgeführt. Es ist gänzlich
auszuschließen, dass Personal, PatientInnen und BesucherInnen der
Rudolfstiftung gesundheitsgefährdenden Asbestkontaminierungen
ausgesetzt sind.“
Die Rudolfstiftung hat das Thema Gesundheitsgefährdung von
PatientInnen und Personal kürzlich durch den renommierten
Umweltmediziner Hans Peter Hutter prüfen lassen. Ziel war es,
festzustellen, ob die gemessenen Faserkonzentrationen bzw. die
dargestellten Expositionen ein Gesundheitsrisiko für die
MitarbeiterInnen und für die PatientInnen darstellen. Das Vorgehen
bei den Sanierungen entspricht dem vorsorgenden Gesundheitsschutz,
der aus ärztlicher Sicht geboten ist. Der Richtwert der
Weltgesundheitsorganisation WHO zum Schutz der Allgemeinbevölkerung
bei 1.000 Asbestfasern pro m³. Hutter kommt zum Ergebnis, dass sowohl
dieser Wert als auch der von der Rudolfstiftung gesetzte
Sanierungszielwert von 500 Fasern pro m³ deutlich unterschritten
wurde.
„Es ist der Personalvertretung ein großes Anliegen, der
Verunsicherung der Kollegenschaft und der PatientInnen einen
Schlusspunkt zu setzen“, sagt Karl Pogats, Personalvertreter in der
KAV-Krankenanstalt Rudolfstiftung. „Die Personalvertretung hat laut
Personalvertretungsgesetz ein Mitwirkungsrecht, insbesondere in Bezug
auf den Gesundheitsschutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aus
dieser Rolle heraus waren und sind uns sämtliche Sanierungsmaßnahmen
bekannt.“
„Bei den Arbeiten war die Einhaltung der vorgeschriebenen Normen bzw.
der empfohlenen technischen Rahmenbedingungen gewährleistet, die
Sanierungen verliefen mängelfrei“, bestätigt Dr. Sedlacek. „Bei den
durchgeführten Raumluftmessungen konnten keine Asbestfasern
nachgewiesen werden. Bei sämtlichen Umbauarbeiten, die wir überwacht
haben, sind die Sanierungsfirmen fachgerecht und entsprechend der
gesetzlichen Bestimmungen vorgegangen. Eine Gefährdung von
PatientInnen und MitarbeiterInnen kann ich daher ausschließen.“
Das Gutachten steht zum Download bereit:
http://www.wienkav.at/kav/kar/ZeigeAktuell.asp?ID=26539
Nani Kauer
KAV-Kommunikation
Tel.: + 43 1 40409-60531
E-Mail: nani.kauer@wienkav.at
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