WKÖ-Gleitsmann: Telerehabilitation sichert die Gesundheit nachhaltiger ab

Moderne Rehabilitationsmaßnahmen sind keinesfalls Ersatz, aber eine sinnvolle Ergänzung bestehender Angebote

Wien (OTS) – Im heutigen Ministerrat wurde beschlossen, dass
Maßnahmen der Rehabilitation künftig auch in Form der
Telerehabilitation erbracht werden können. „Mit dieser gesetzlichen
Klarstellung wird eine von vielen Experten für sinnvoll erachtete
moderne Form der Rehabilitation ermöglicht. Wir machen damit einen
Schritt in die digitale Welt und nutzen die Chancen, die diese uns
ermöglicht“, sagt Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung für
Sozialpolitik und Gesundheit in der Wirtschaftskammer Österreich
(WKÖ).

Die Telerehabilitation soll keinesfalls die bestehenden Angebote
im Bereich der Rehabilitation ersetzen, sondern diese vielmehr
sinnvoll ergänzen. Gleitsmann: „Eine Schwachstelle von
Rehabilitationsmaßnahmen ist es, dass Versicherte nach erfolgreichen
Aufenthalten in stationären Einrichtungen in vielen Fällen ihren
erfreulichen medizinischen Status nicht langfristig halten können.
Die Telerehabilitation trägt dazu bei, dass sich rehabilitierte
Menschen durch Fortführung diverser Übungen zu Hause möglichst lange
und nachhaltig einer besseren Gesundheit erfreuen. Von nachhaltigen
Rehabilitationserfolgen profitieren letztlich nicht nur die
Betroffenen, sondern auch das Gesundheits- und Sozialsystem.“

Zwtl.: Mehr Flexibilität gegeben

Telerehabilitation ermöglicht zudem mehr Flexibilität: „Es werden
damit Reha-Maßnahmen neben einer Erwerbstätigkeit erleichtert, was
sowohl im Sinne der Betroffenen als auch im Sinne ihrer Arbeitgeber
ist“, so Gleitsmann.

Zwtl.: Paradigmenwechsel in der Rehabilitation

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die von den Sozialpartnern auf
den Weg gebrachte Maßnahmen der medizinisch-beruflich-orientierten
Rehabilitation. Auf Initiative der WKÖ und nach internationalen
Vorbildern ist es gelungen, diese Maßnahmen gesetzlich zu verankern.
„Wir halten es seit vielen Jahren für bedeutsam, dass im Zuge einer
medizinischen Rehabilitation anstatt eines Standardprogramms
individuell auf die jeweiligen berufliche Anforderungen Rücksicht
genommen wird, um Menschen erfolgreich im Erwerbsleben zu halten bzw.
wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. In Zeiten eines massiven
Fachkräftemangels ist dies umso wichtiger. Besonders erfreulich ist
es, dass die Pensionsversicherungsanstalt unter dem Titel REHAJET mit
Programmen in drei ihrer eigenen Einrichtungen begonnen hat. Damit
wird ein wichtiger Paradigmenwechsel in der medizinischen
Rehabilitation eingeläutet, von dem die Betroffenen, die Arbeitgeber
sowie die Sozialversicherung und der Staat profitieren“, schließt
Gleitsmann mit einem positiven Resümee. (PWK752/DFS)

Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit
Dr. Martin Gleitsmann
Telefon: +43 5 90 900 4286
Martin.Gleitsmann@wko.at
Internet: http://wko.at/sp

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