
Moosbrugger: Bioökonomie – wirksames Werkzeug für Ende des Öl-Zeitalters
Lebensmittel und Futtermittel: Bioökonomie macht abfallfreie Produktion möglich
Wien (OTS) – „Langanhaltende Trockenheit, eine enorme Schädlingsplage
und gleichzeitig gewaltige Überschwemmungen haben heuer die negativen
Seiten des Klimawandels deutlich gemacht. Hauptverursacher dieser
Wetterkatastrophen ist die ungezügelte Verbrennung fossiler Rohstoffe
wie Öl und Gas. Ein wirksames Werkzeug, das Ende des Öl-Zeitalters
einzuleiten, ist die Bioökonomie, also die Verwendung von
nachwachsenden statt von fossilen Rohstoffen für Industrie und
Gewerbe. Dass sich die Bundesregierung nun aktiv dieses Themas
annimmt, wird von der Landwirtschaftskammer sehr begrüßt. Land- und
Forstwirtschaft bieten sich hier als vollwertige Partner an und sind
bereit und in der Lage, in Zukunft noch mehr Rohstoffe für die
Weiterverarbeitung zur Verfügung zu stellen“, erklärte LK
Österreich-Präsident Josef Moosbrugger zum Startschuss der
Bundesregierung für die Erarbeitung einer österreichischen
Bioökonomie-Strategie.
Holzhochhaus Wien: Holz wächst in einer Stunde nach
„Die Bioökonomie bietet Chancen für zahllose Bereiche. Das reicht vom
Ersatz von Kunststoff aus Erdöl im Alltag, in der Wirtschaft und in
der Industrie bis hin zum Bauen mit Holz. So kann das neue
Holzhochhaus in Wien als ein Vorzeigeprojekt für Bioökonomie
bezeichnet werden: Es spart im Vergleich zu einem gleich großen
Gebäude aus Beton insgesamt 2.800 t CO2 ein, und das für den gesamten
Bau eingesetzte Holz ist in einer Stunde und 17 Minuten wieder
nachgewachsen“, so Moosbrugger weiter. Er ergänzt: „Bioökonomie
bietet sowohl neue Chancen für die Land- und Forstwirtschaft als auch
für die nachgelagerte Verarbeitungswirtschaft. Auch die Reststoffe
aus diesen Bereichen sind ideale Rohstoffe. Das Ergebnis kann eine
abfallfreie Lebens- und Futtermittelproduktion sein.“
Kostenwahrheit gefragt
„Der wirtschaftliche Erfolg der Bioökonomie wird nicht zuletzt auch
davon abhängen, ob es zu einem ehrlichen Wettbewerb zwischen den
Produkten aus fossilen und aus nachwachsenden Rohstoffen kommt und
Kostenwahrheit herrscht. Das gelingt aber nur dann, wenn die
negativen Folgen der fossilen Rohstoffe für Klima und Umwelt auch im
Preis der betreffenden Produkte enthalten sind und nicht, wie jetzt,
der Gesellschaft aufgebürdet werden“, stellte Moosbrugger
abschließend klar. (Schluss)
Landwirtschaftskammer Österreich
Dr. Josef Siffert
Schauflergasse 6, 1015 Wien
Tel.-Nr.: +43/1/53441-8521
E-Mail: j.siffert@lk-oe.at
www.lko.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender