Global Entrepreneurship Monitor: Unternehmertum von Frauen floriertweltweit, aber gezielte Unterstützung ist nötig

Kapstadt, Südafrika (ots/PRNewswire) – Im Vorfeld des Women’s
Entrepreneurship Day (Tag des Unternehmertums von Frauen) zeigen
Daten aus dem Global Entrepreneurship Monitor (GEM) 2018, dass
weibliches Unternehmertum auf Hochtouren läuft und die
Geschlechterparität sich verbessert. Zugleich werden
Schwerpunktbereiche zur Verbesserung der Unterstützung von
Unternehmerinnen beleuchtet.

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Am diesjährigen Women’s Entrepreneurship Day (19. November) gibt es
viel zu feiern, aber er bietet auch eine Gelegenheit, um sich
anzusehen, wie Frauen besser unterstützt werden können, um Erfolg mit
Kleinunternehmen zu haben.

Gemäß dem Global Entrepreneurship Monitor (GEM) 2017/18 ist anhand
eines Vergleichs der gleichen Gruppe von 50 Ländern, die bereits 2016
und 2017 an der Umfrage teilgenommen haben, die Unternehmerquote von
Frauen um 6,6 % gestiegen. Im Vergleich dazu stieg die Männerquote um
0,7 Prozent. Zuvor zeigte ein GEM-Bericht von 2017, der sich mit
Frauen befasste, auf, dass unternehmerische Tätigkeit von Frauen im
Zeitraum von 2014 bis 2016 weltweit um 10 % gestiegen ist.

GEM wurde mittlerweile in 19 aufeinanderfolgenden Jahren durchgeführt
und hat weitreichende Anerkennung als maßgeblichste
Längsschnittstudie über Unternehmertum in der Welt erlangt. Die
Studie bietet wertvolle Erkenntnisse für die zukünftige Forschung und
für politische Entscheidungen sowie für die Gestaltung von
Einflussnahmen, die das Unternehmertum von Frauen fördern können.

Zu den wichtigsten Ergebnissen des globalen Berichts von 2017/18
gehören:

* Die leistungsstärkste Region für Unternehmerinnen ist
Lateinamerika und die Karibik mit einer durchschnittlichen Rate
von weiblicher Gesamtunternehmenstätigkeit (Total Entrepreneurial
Activity, TEA) von 16,7 %, gefolgt von Nordamerika mit 12,8 %.

* Europa verzeichnet die niedrigste durchschnittliche weibliche
Beteiligung an unternehmerischen Aktivitäten in der Frühphase
(6,1
%).

* Die Gleichstellung der Geschlechter ist in der
lateinamerikanischen und karibischen Region mit 8 weiblichen pro
10 männlichen Unternehmern am höchsten. Der niedrigste Wert
findet
sich in Europa mit 6 weiblichen pro 10 männlichen Unternehmern.

* Auch in der afrikanischen Region (0,6) und Nordamerika (0,65) ist
die Gleichstellung der Geschlechter gering – bei Frauen in diesen
Regionen neigen um etwa zwei Drittel weniger dazu als ihre
männlichen Kollegen, unternehmerisch tätig zu werden.

* Die Ebene des Unternehmertums von Frauen sinkt, je mehr sich die
Ebene der wirtschaftlichen Entwicklung verbessert. Die Quoten
sind
bei Frauen in den Entwicklungsländern am höchsten (13,3 %) und in
den Industrieländern am niedrigsten (7 %).

* Frauen sind in den Entwicklungsländern um 28 % häufiger als
Männer
durch Notwendigkeit motiviert. Während die Beteiligung der Frauen
am Unternehmertum in innovationsbasierten Volkswirtschaften am
niedrigsten ist, sind dort Frauen im Schnitt nur um 19 %
wahrscheinlicher als Männer durch Notwendigkeit motiviert.

Laut Mike Herrington, Executive Director von GEM, leisten
Unternehmerinnen einen wichtigen Beitrag zum Wachstum und
Wohlbefinden ihrer Gesellschaften, und ein Angebot von gezielterer
Unterstützung würde sich für die wirtschaftliche Entwicklung jedes
Landes auszahlen.

Er wies jedoch auch warnend darauf hin, dass Unternehmerinnen auf der
ganzen Welt in Bezug auf ihre persönlichen Demografien, Haltungen und
die Art von Unternehmen, die sie führen, mehr Unterschiede als
Ähnlichkeiten aufweisen, und dass die Initiativen zur Unterstützung
von Unternehmerinnen jeweils auf die Wirtschaft zugeschnitten und
angepasst werden müssen – und sich nicht auf einen einheitlichen
Ansatz verlassen dürfen.

„Das Verhältnis von männlicher zu weiblicher Beteiligung an
unternehmerischer Tätigkeit in der Frühphase ist in der Gesamtwertung
der GEM-Länder sehr unterschiedlich, was die Unterschiede in der
Kultur und den Bedingungen in Bezug auf die Beteiligung von Frauen an
der Wirtschaft widerspiegelt“, sagte er.

„GEM-Daten weisen darauf hin, dass mit einer Verbesserung von
Entwicklung und Bildung die unternehmerische Beteiligung von Frauen
sinkt und die Kluft zwischen den Geschlechtern sich vergrößert;
gleichzeitig sinkt aber auch die Quote der Unternehmen, die nicht
fortgeführt werden. Während in den Entwicklungsländern mehr Frauen
als Männer ihre unternehmerische Tätigkeit aufgeben, tun dies weniger
Frauen in den hoch entwickelten Volkswirtschaften, wenngleich es nur
10 % weniger sind; das entspricht nur zwei Dritteln der Quote bei
Männern.“

Zu den politischen Empfehlungen aus dem GEM-Bericht 2017/18 zur
Verbesserung des Unternehmertums von Frauen gehört die Hervorhebung
der Notwendigkeit, mehr soziale und Support-Netzwerke zu schaffen,
die als Mentoren-, Beratungs- oder Selbsthilfegruppen zur
Unterstützung von Unternehmerinnen dienen. Desweiteren sollte man an
einer Beseitigung der Stereotypisierung arbeiten, die
Unternehmerinnen in bestimmten Regionen behindern kann.

Zum Download einer Kopie des GEM Global Report 2017/18 mit Details zu
den einzelnen Wirtschaftsstatistiken und regionalen
Durchschnittswerten klicken Sie hier.

Über den Global Entrepreneurship Monitor (GEM)

Der Global Entrepreneurship Monitor (GEM) wurde 1999 als Joint
Venture zwischen dem Babson College und der London Business School
eingeführt. Das Projekt begann mit 10 teilnehmenden Volkswirtschaften
und wurde in der Umfrage 2014 auf 73 Volkswirtschaften ausgeweitet.
GEM ist einzigartig, weil GEM im Gegensatz zu den meisten
Unternehmensdatensätzen, die neuere und kleinere Unternehmen
bewerten, das Verhalten von Personen in Bezug auf die Gründung und
Verwaltung von Unternehmen untersucht. Folgen Sie GEM auf Twitter.

Herausgegeben von Rothko im Auftrag des Global Entrepreneurship
Monitor.

Michelle Ford, Media Liaison Manager, Tel.: +27-21-448-9457, E-Mail:
michelle@rothko.co.za

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