
Dem Schmerz geht es an den Kragen
Hohe Beteiligung bei Fortbildungsveranstaltung für Apothekerinnen und Apotheker
Wien (OTS) – Für weit über tausend Apothekerinnen und Apotheker aus
ganz Österreich stellte die Fachtagung zum Thema Schmerztherapie am
10. und 11. November 2018 im Messe Wien Congress Center ein Highlight
in ihrer persönlichen Fortbildung dar.
„Das riesige Interesse liegt zum einen an den hochkarätigen
Vortragenden, zum anderen an dem hoch-komplexen und dennoch sehr
praxisrelevanten Thema dieser Veranstaltung, nämlich der
Schmerztherapie“, resümiert Priv.-Doz. Mag. pharm. DDr. Philipp
Saiko, Präsident der Apothekerkammer Wien, in seiner Eigenschaft als
Tagungspräsident. Im Rahmen von elf Expertenvorträgen wurde den
Apothekerinnen und Apothekern der aktuelle Wissensstand zur
Behandlung von Schmerzen präsentiert und im interdisziplinären
Austausch diskutiert.
Zwtl.: Wo die Gesundheit „daheim“ ist
„Die Apotheke ist die Heimat der Gesundheit.“ In ihrem
Eröffnungsstatement verwies die Präsidentin der Österreichischen
Apothekerkammer Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr auf den hohen
Stellenwert, den die Apothekerschaft in der Bevölkerung genießt. Dies
spiegle sich auch im aktuellen Regierungsprogramm wider, das erstmals
konkrete Aufgaben für die heimischen Apotheken im Bereich
Gesundheitsversorgung und Prävention enthält. „Wir Apothekerinnen und
Apotheker müssen uns aktiv einbringen und uns kraftvoll
positionieren“, so der Appell der Apothekerkammer-Präsidentin.
Zwtl.: Schmerztherapie in der Schwangerschaft
„Für die Schmerztherapie in der Schwangerschaft stehen uns
nicht-medikamentöse und medikamentöse Behandlungsmethoden zur
Verfügung. Primär ist immer den nicht-medikamentösen
Behandlungsoptionen der Vorzug zu geben. Kann damit jedoch keine
zufriedenstellende Schmerzlinderung erzielt werden, müssen
schmerzlindernde Medikamente zum Einsatz kommen, da unzureichend
behandelte Schmerzen den Schwangerschaftsverlauf gefährden können“,
erklärte OA Dr. Gabriele Grögl-Aringer anlässlich ihres Vortrages zum
Thema „Schmerztherapie in der Schwangerschaft“. Der Einsatz von
Analgetika sei oft sowohl beim behandelnden Arzt als auch bei der
werdenden Mutter mit großer Unsicherheit hinsichtlich des möglichen
Auftretens von Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen verbunden.
Unter Berücksichtigung der substanzspezifischen teratogenen und
fetotoxischen Risiken sei jedoch auch in der Schwangerschaft eine
risikoarme medikamentöse Schmerztherapie möglich, berichtete
Grögl-Aringer.
Zwtl.: OTC-Medikation braucht pharmazeutische Beratung
Bei der OTC-Medikation in der Schmerztherapie komme der Beratung
durch Apothekerinnen und Apotheker besondere Wichtigkeit zu,
OTC-Analgetika seien durch hohen Nutzen und – bei kurzfristiger
Einnahme und korrekter Dosierung – geringe Risiken gekennzeichnet,
sagte Univ.-Prof. Dr. Josef Donnerer in seinem Fachvortrag. „Um die
sichere Anwendung von OTC-Analgetika zu gewährleisten, gilt es,
Risikofaktoren für Nebenwirkungen und Begleitmedikationen zu
beachten“, ergänzte Donnerer.
Der Boden der weiteren Fachvorträge spannte sich vom Thema
Schmerztherapie in Kindes- und Jugendalter über Kopfschmerzen bis zur
Musikstimulation in der Schmerztherapie.
Zwtl.: Apotheken auf einen Blick
In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige
Rolle als Gesundheitsnahversorger. Ob Stadt oder Land: Die
österreichischen Apotheken liefern Qualität auf höchstem Niveau.
Insgesamt beraten rund 6.000 akademisch ausgebildete Apothekerinnen
und Apotheker in 1.400 Apotheken die Bevölkerung in
Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine der zentralen
Leistungen der Apotheker. Zusätzlich erbringen über 350
Apothekerinnen und Apotheker wertvolle Versorgungs- und
Beratungsleistungen für die Patienten in den österreichischen
Krankenanstalten.
Österreichische Apothekerkammer
Presse & Kommunikation
Wolfgang Müller MA, MSc
Tel.: 01 404 14 – 600
E-Mail: presse@apothekerkammer.at
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