Köstinger: „Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit sind kein Widerspruch“

Köstinger und Ban Ki-Moon gemeinsam bei „Wachstum im Wandel“ Konferenz mit 700 Teilnehmer/innen in Wien

Wien (OTS) – Zum insgesamt vierten Mal findet die „Wachstum im
Wandel“ Konferenz derzeit in Wien statt. Unter dem Titel „Europe’s
Transformation: Where People Matter“ treffen heute und morgen rund
700 Teilnehmer/innen aus aller Welt zusammen, um über „Wachstum im
Wandel“ zu diskutieren. „Es geht darum, wie wir Wirtschaftswachstum
ermöglichen und zugleich nachhaltig wirtschaften und leben können“,
sagt die österreichische Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth
Köstinger in ihrer Key-Note zu Beginn der Konferenz. „Diese beiden
Begriffe sind kein Widerspruch, sie sind eine Chance, die wir nutzen
müssen. Wenn wir uns die Welt heute ansehen, dann sehen wir, dass wir
an einem Scheideweg stehen, besonders im Bereich des Klimaschutzes.
Das ist mit Sicherheit die größte Herausforderung unserer Zeit.“

Klimaschutz, so Köstinger weiter, sei auch in vielen der
„Sustainable Development Goals“ (SDGs) verankert. „Das Pariser
Klimaabkommen ist die zentrale Säule im Klimaschutz, deshalb werden
auch die im Dezember anstehenden Verhandlungen bei der
UN-Weltklimakonferenz in Katowice von so großer Bedeutung sein, denn
dort wird sich zeigen, was die Beschlüsse von Paris wert sind.“
Gleichzeitig registriert Köstinger mit Besorgnis, dass es in der
internationalen Staatengemeinschaft eine immer größere Gruppe an
kritischen Staaten gebe, für die Klimaschutz keine übergeordnete
Bedeutung habe. „Wir müssen hier an Lösungen arbeiten, um diese
Staaten wieder zurück ins Boot zu holen, denn alleine kann Europa
zwar Vorreiter, aber nicht Retter des globalen Klimas sein.“

Für Österreich legte Köstinger ein erneutes Bekenntnis zur
Erreichung der Klimaziele ab. „Wir wollen die Emissionen bis 2030 um
36 Prozent reduzieren, an diesem Ziel halten wir fest und werden alle
Anstrengungen unternehmen, um es zu erreichen.“ Hinzu kommt: „Als
Nachhaltigkeitsministerin betreffen 8 der 17 SDGs mein Ressort
direkt. Wir haben hier einen großen Ehrgeiz in der Erreichung dieser
Ziele.“

Noch in dieser Regierungsperiode soll Österreich im
internationalen SDG-Ranking weiter vorrücken. „Ich habe mit dem
Bundeskanzler Sebastian Kurz besprochen, dass wir weltweit unter die
Top 5 bei der Umsetzung der SDGs kommen wollen“, so Köstinger.
Derzeit liegt Österreich auf Platz 9.

Auf europäischer Ebene will die aktuelle EU-Ratsvorsitzende noch
wichtige Dossiers in diesem Bereich bis Jahresende abschließen. „Wenn
wir eine finale Einigung über die CO2 Reduktion bei Neuwagen zwischen
Parlament, Kommission und Mitgliedsstaaten zustande bringen, dann
wäre das wirklich ein riesiger Erfolg in der europäischen
Klimapolitik“, so Köstinger. Im Rahmen der „Wachstum im
Wandel“-Konferenz sollen morgen, Donnerstag, in einem „Call to
action“ 10 konkrete Vorschläge an die Europäische Kommission und die
Mitgliedsstaaten als zentrale Handlungsaufforderung gestellt werden.
Darunter sind u.a. die Bedeutung der SDGs zu erhöhen, Eco-Innovation
zu stärken, nachhaltige Finanzierungsinstrumente zu schaffen,
Stakeholder in allen Handlungsfeldern besser einzubinden und die
Wissensgesellschaft konkreter zu unterstützen.

„Für Österreich ist die Ausrichtung dieser Konferenz, in
Zusammenarbeit mit Ban Ki-Moon, eine wirklich große Ehre“, so
Köstinger. „Wir positionieren uns damit auch in der globalen
Wahrnehmung sehr stark in diesem Themenfeld.“

Fotos zur Veranstaltund finden Sie im [Fotoservice des BMNT]
(https://www.bmnt.gv.at/fotoservice/Pressekonferenzen-Veranstaltungen
-Fototermine/2018/Wachstum-im-Wandel.html)

Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
Daniel Kosak
Pressesprecher der Bundesministerin
+43 1 71100 – DW 606918
daniel.kosak@bmnt.gv.at
http://bmnt.gv.at

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