Schwangere Frauen in Krisen stärken!

aktion leben bemängelt den politischen Willen, Frauen mit schwierigen Schwangerschaften zu unterstützen.

Wien (OTS) – Eine Schwangerschaft ist eine besonders sensible
Lebensphase. Sie ist zum einen sehr bedeutsam für die schwangere Frau
und ihre Familie. Zum anderen erfährt das Kind – vermittelt durch
die Mutter – prägende Eindrücke: Es wird in seiner psychischen und
somatischen Konstitution grundgelegt. „Besonders Frauen, die sich in
psychischen Krisen befinden, brauchen eine multiprofessionelle
Begleitung von der Schwangerenberatung bis zur medizinischen
Unterstützung und stationären Betreuung“, betont aktion
leben-Generalsekretärin Mag. Martina Kronthaler.

Zwtl.: Frauen mit psychischen Problemen krass unterversorgt

Schwangerenberatung ist die erste wichtige Anlaufstelle: „Wir
sehen, wie es einer Frau geht und können bei Bedarf an die richtigen
Spezialeinrichtungen weitervernetzen. Das ist entscheidend für
Frauen, die unter psychischen Belastungen leiden!“ Es gibt
vorbildliche Einrichtungen dafür, deren Kapazität steht aber in
keinem Verhältnis zum Bedarf: „Wir arbeiten seit Jahren bestens mit
der Spezial-Ambulanz für peripatale Psychiatrie im Wilhelminenspital
in Wien zusammen.“ An diese können sich Mütter und Väter in
psychischen Krisen wenden, die in Zusammenhang mit Schwangerschaft
und Geburt stehen. „Wir merken allerdings immer wieder, wie schwierig
es selbst für Frauen in schwersten Krisen ist, dort einen Platz zu
bekommen.“

Zwtl.: Schlechte Versorgung ein Skandal!

Noch schlechter versorgt sind Frauen mit neugeborenen Kindern, die
stationär aufgenommen werden müssten: Derzeit gibt es noch das in
Österreich einzigartige Kompetenzzentrum „Perinatale Psychiatrie“ am
Wiener AKH. „Dieses unverzichtbare Projekt ist allerdings gefährdet
bzw. zu wenig gesichert, obwohl der Bedarf da ist“, kritisiert die
aktion leben-Generalsekretärin. Wird das Projekt nicht mehr
finanziert, gäbe es in Wien mit rund 20.000 Geburten pro Jahr gar
keine Möglichkeit mehr, Frauen nach der Geburt mit ihrem Kind
psychiatrisch stationär aufzunehmen. „Ein gewisser Prozentsatz der
Frauen leidet an psychischen Erkrankungen, auch sind Frauen während
der Schwangerschaft und rund um die Geburt sehr verletzlich. Diese
Frauen und ihre Kinder müssen adäquat versorgt werden, das Wegschauen
ist ein Skandal!“, erklärt Kronthaler. Das Ziel muss sein, dass die
Frau es mit ihrem Kind gut schafft. Das würde Kosten und auch viel
Leid ersparen.

Zwtl.: Schwangerenberatung ausgehungert

Auch die Schwangerenberatung selbst ist finanziell ausgehungert.
„Ohne Spenden zu sammeln wäre der Betrieb der aktion
leben-Schwangerenberatung nicht aufrecht zu erhalten. Finanzielle
Überbrückungshilfen leistet der Verein ausschließlich aus Spenden, da
es keinen Hilfsfonds für Schwangere wie in Deutschland gibt. Dass wir
einen wichtigen Dienst für die Gesellschaft leisten, wenn wir Frauen
in der Schwangerschaft und auch danach begleiten, ist vielen
Politikerinnen und Politikern nicht bewusst“, bemängelt Kronthaler.
„Wir fordern ein Umdenken und Wahrnehmen der Bedürfnisse schwangerer
Frauen, werdender Väter und von Kindern! Dies ist der Schlüssel zu
mehr Gesundheit und Glück in unserer Gesellschaft.“

aktion leben österreich
Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin
Tel.: 01/512 52 21-16
martina.kronthaler@aktionleben.at
www.aktionleben.at

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