Blümel zu Albertina: Schenkung der Sammlung Essl beste Lösung

Rechnungshof-Bericht bestätigt: Langfristige Dauerleihgabe wäre in diesem Fall nicht wirtschaftlich

Wien (OTS) – „Es hat sich ausgezahlt, dass wir bei der Sammlung Essl
keine voreiligen Beschlüsse gefasst und stattdessen auf intensive,
konstruktive Gespräche gesetzt haben: Nun bestätigt auch der
Rechnungshof, dass im Falle der Sammlung Essl eine langfristige
Dauerleihgabe unwirtschaftlicher als in anderen Fällen gewesen wäre“,
so Gernot Blümel, Bundesminister für EU, Kunst, Kultur und Medien,
anlässlich des heute veröffentlichten Rechnungshofberichts zur
Albertina. Blümel gab vor rund einem Monat gemeinsam mit Karlheinz
Essl und Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder bekannt, dass
sich die Familie Essl dazu bereit erklärt hat, ihren Anteil an der
Sammlung (40 Prozent) der Albertina, und damit den Sammlungen des
Bundes, zu schenken.

Viele Fragen rund um eine mögliche langfristige Dauerleihgabe der
Sammlung, die zu Amtsantritt Blümels im Raum standen, sind nachhaltig
gelöst worden: „Die Schenkung ist die beste Lösung, dadurch
investieren Bund und Albertina in die eigene Sammlung. Es ermöglicht
vor allem auch, diesen wichtigen Bestand österreichischer und
internationaler Kunst weiterhin der breiten Öffentlichkeit zugänglich
zu machen – dies soll ja ab 2019 am neuen Standort Künstlerhaus
erfolgen. Gleichzeitig handelt es sich aber auch um eine der größten
Schenkungen, die die Republik jemals bekommen hat – immerhin haben
die 1.323 Kunstwerke einen Wert von rund 90 Millionen Euro.“

Für die laufenden Kosten, um die Sammlung aufbewahren und auch zeigen
zu können, stellt der Bund heuer 800.000€ zur Verfügung. 2019 wird
der Betrag auf 850.000€ erhöht (2017: 850.000). Kulturminister Gernot
Blümel betont: „Das Budget für 2020 und darüber hinaus wird erst
verhandelt. Wir werden jedenfalls auch weiterhin unserer
Verantwortung nachkommen.“ Abschließend hält Blümel fest: „Die
Empfehlungen des Rechnungshofs sind dabei selbstverständlich ernst zu
nehmen. Ich freue mich, dass wir die Kritik an der Dauerleihgabe der
Sammlung Essl durch die vereinbarte Lösung bereits entkräften
konnten.“

Anna Edlinger
Presse Bundesminister Blümel
+43 664 8811 6948
anna.edlinger@bka.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender