
EU-Landesrat Eichtinger zu aktuellen BREXIT-Verhandlungen
„Ausverhandeltes Abkommen ist für Niederösterreich von größter Wichtigkeit“
St. Pölten (OTS/NLK) – Bei den BREXIT-Verhandlungen zwischen der EU
und der britischen Regierung wurde eine Einigung für einen geordneten
Austritt erzielt. „Das ist aus Sicht Niederösterreichs sehr zu
begrüßen. Niederösterreich hat im Jahr 2017 Waren im Wert von über
470 Millionen Euro nach Großbritannien exportiert, alle
österreichischen Unternehmen fast vier Milliarden Euro. Die gute
Entwicklung der Wirtschaftszahlen ist für Österreich und für
Niederösterreich von hoher Relevanz. Denn davon hängen unmittelbar
Arbeitsplätze in Österreich ab. Ich danke Bundeskanzler Sebastian
Kurz und Europa-Minister Gernot Blümel für ihren Einsatz und die
intensiven Verhandlungen im Rahmen des österreichischen
EU-Ratsvorsitzes. Denn Planungssicherheit steht für die
Österreicherinnen und Österreicher an oberster Stelle“, kommentiert
Niederösterreichs EU-Landesrat Martin Eichtinger die aktuellen
Verhandlungen zum BREXIT.
Die Auswirkungen des BREXITS werden nach einer Übergangsregelung, die
bis Ende 2020 dauern wird, sowohl für unsere Unternehmen, also auch
für Reisen oder Auslandsstudien spürbar werden. „Bisher kennen wir
nur Eckpunkte des zukünftigen Abkommens zwischen der Europäischen
Union und Großbritannien. Wie der Warenhandel im Detail geregelt sein
wird, hängt von den finalen Verhandlungen mit Großbritannien ab. Bis
jetzt sind diese wichtigen Entscheidungen aber noch nicht gefallen.
Deswegen brauchen wir rasche Planungssicherheit für
Niederösterreich“, so Eichtinger.
„Obwohl danach die vier Freiheiten des EU-Binnenmarkts für
Großbritannien nicht mehr gelten werden, hoffen wir weiterhin auf
eine enge Kooperation. Großbritannien ist nicht nur wirtschaftlich
ein starker Partner. In Bereichen wie der wissenschaftlichen, der
polizeilichen Zusammenarbeit oder der Terrorismusbekämpfung soll es
auch in Zukunft eine enge Zusammenarbeit geben“, meint Eichtinger.
„Es ist von größter Wichtigkeit, dass das ausverhandelte Abkommen
sowohl von Großbritannien als auch von der EU in den Parlamenten
bestätigt wird. Denn nur dadurch ist ein geordneter Austritt
Großbritanniens nach dem 29. März 2019 gesichert“, sagt Eichtinger.
Abschließend hält der Landesrat fest, dass Studentinnen und
Studenten, die derzeit in Großbritannien studieren, im Moment keine
unmittelbaren Auswirkungen befürchten müssen. Sie können ihre Studien
nach derzeitigen Bedingungen weiterhin fortführen.
Weitere Informationen: Büro LR Eichtinger, Mag. Markus Habermann,
Telefon 02742/9005-12361, E-Mail markus.habermann@noel.gv.at.
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