ÖVP-Mandl: Interpol-Mitgliedschaft Kosovos würde Sicherheitslage verbessern

Nicht alle Probleme der Welt und des Kontinents auf den Kosovo projizieren/Interpol ohne Kosovo ist Fehlentscheidung

Brüssel (OTS) – „Es ist nicht erfreulich, dass die notwendige
Zweidrittelmehrheit für die Aufnahme des Kosovo bei Interpol verpasst
wurde. Den Kosovo nicht bei Interpol aufzunehmen, ist eine
Fehlentscheidung. Das ist kein Dienst an unserer Sicherheit“, sagt
der ÖVP-Europaabgeordnete Lukas Mandl nach der entsprechenden
Abstimmung bei Interpol heute, Dienstag. „Immerhin gab es eine
einfache Mehrheit für eine Interpol-Mitgliedschaft des Kosovo. Es ist
daher erfreulich, dass weithin anerkannt ist, dass die Mitgliedschaft
des Kosovo im Interesse der Sicherheitslage in Österreich und ganz
Europa ist.“

„Klar muss weiter gegen Korruption und für Rechtsstaatlichkeit
gekämpft werden. Das ist ja auch in einigen heutigen
EU-Mitgliedstaaten ein besonderes Thema. Aber wenn es um die
Bekämpfung von Verbrechen geht, die internationale Haftbefehle zur
Folge haben, dann darf sich die Staatengemeinschaft keine weißen
Flecken im internationalen Interpol-Informationsnetzwerk leisten. Ich
freue mich darüber, dass Österreich hier auf der richtigen Seite für
unser aller Sicherheit steht“, so Mandl.

„Es muss endlich Schluss damit sein, dass allerlei Probleme auf
den jüngsten Staat Europas, den Kosovo, projiziert werden. Der Kosovo
ist nicht vergleichbar mit separatistischen Bewegungen in heutigen
Mitgliedsstaaten. Im Kosovo gibt es viele Herausforderungen. Aber der
politische Islam ist in anderen Teilen der Welt und auch Europas, ein
viel präsenteres Problem als im Kosovo. Wenn die
Stellvertreterkonflikte, die zulasten des Kosovo ausgetragen werden,
so weit gehen, dass manche Staaten ihre eigenen Sicherheitsinteressen
vergessen, dann ist ein Punkt erreicht, an dem man sagen muss: Lösen
wir kosovarische Probleme gemeinsam mit der kosovarischen
Bevölkerung. Aber stellen wir nicht alle Probleme der Welt und des
Kontinents als kosovarische Probleme dar“, appelliert der
Europaabgeordnete.

Mag. Lukas Mandl MEP,
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