
Pvö-Präsident Kostelka zur Pensionsanpassung: „Ein schwarz-blauer Tag für Pensionisten“
Pensionistenverband startet laufendes Monitoring um Pensionisten über die tatsächlichen Auswirkungen dieser viel zu geringen Pensionsanpassung zu informieren.
Wien (OTS) – Nach dem heute Abend zu erwartenden Beschluss der
Pensionsanpassung im Parlament weist Pensionistenverbands-Präsident
Dr. Peter Kostelka noch einmal auf den Kaufkraftverlust hin, der den
Pensionistinnen und Pensionisten dadurch entsteht: „Diese
Pensionsanpassung ist alles andere als „die beste der letzten 10
Jahre“, wie sie von Regierungsvertretern mehrfach bezeichnet wurde.
Um das zu erkennen, genügen einfache Rechenbeispiele“:
Eine Pensionistin mit 1.115 Euro bekommt im nächsten Jahr 29 Euro
mehr. Brutto! Netto ergibt das ein Plus von nur 21 Euro. Im
relevanten Zeitraum zur Pensionsanpassungsberechnung sind allein die
Mieten um 3,6 Prozent gestiegen. Wohnt die Pensionistin in einer
600-Euro-Mietwohnung, macht diese Erhöhung bereits 21,60 Euro aus.
Mehr als die gesamte Pensionserhöhung ist allein damit schon weg. Und
dazu kommen noch die Teuerungsraten von 3,9 und 4,4 Prozent für den
täglichen bzw. wöchentlichen Einkauf. Diese Teuerung wird dann
überhaupt nicht mehr abgegolten. Was effektiv bleibt ist: ein echter
Kaufkraftverlust, weniger Geld zum Leben.
Das trifft auch für Pensionisten mit höherer Pension zu: Ein
Pensionist mit 1.500 Euro bekommt im kommenden Jahr 30 Euro mehr.
Brutto! Netto sind das bei ihm nur 20 Euro. Wohnt er in einer
750-Euro-Wohnung, so macht sein Pensions-Minus allein durch die
Mieterhöhung im letzten Jahr schon 7 Euro aus. Und die zusätzlich zu
verkraftenden Verteuerungen von Energie, von Lebensmitteln und
anderen Dingen des täglichen Bedarfs lassen dieses Minus noch viel
größer werden.
Kostelka: „Führt man sich vor Augen, was diese Anpassung für das
Leben der Betroffenen bedeutet, so kann man das Ergebnis einer erst
gestern in den Medien prominent vorgestellte Studie, nach der sich
mehr als die Hälfte der Österreicher vor der Pension fürchtet, gut
nachvollziehen. ,Angstmacher Pension´ titelte eine große Tageszeitung
und hat damit die Auswirkungen des heutigen Beschlusses schon gestern
trefflich beschrieben.“
Dass die von Kurz und Strache hochgelobte Pensionsanpassung in
Wirklichkeit eine Mogelpackung ist, zeigen aber nicht nur diese
Rechenbeispiele. Kostelka: „Die erst jüngst abgeschlossenen
Gehaltsverhandlungen der Metaller und der Beamten sind der beste
Beweis, wie gering diese Regierung die Pensionistinnen und
Pensionisten schätzt. Allesamt sind sehr deutlich über 2 Prozent und
auch über 2,6 Prozent ausgefallen.“
Als Konsequenz aus „diesem schwarz-blauen Tag für Österreichs
Pensionistinnen und Pensionisten“ kündigt der PVÖ-Präsident an, dass
der Pensionistenverband ein laufendes Monitoring starten wird, um den
Pensionistinnen und Pensionisten die Auswirkungen dieser weit zu
gering ausgefallenen Pensionsanpassung lückenlos aufzuzeigen. „Noch
einmal“ sagt Kostelka, „geht so eine Mogelpackung bei den
Pensionistinnen und Pensionisten nicht durch.“
Pensionistenverband Österreichs
Heinz Haubenwallner
0664 230 95 05
heinz.haubenwallner@pvoe.at
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