WKÖ-Kühnel: Wirtschaft begrüßt die Fortschritte bei Horizon Europe

Grundsatzeinigung unter österreichischem Vorsitz hält Forschungs- und Innovationsförderprogramm der EU im Zeitplan

Wien (OTS) – „Nach intensiven Gesprächen wurde gestern Abend eine
Grundsatzvereinbarung über die weitere Ausrichtung von Horizon Europe
getroffen. Die Wirtschaft begrüßt die Fortschritte, die sich in
Hinblick auf das für Innovationen und Unternehmen so wichtige Horizon
Europe-Programm ergeben. Damit sind wesentliche Eckpunkte festgelegt,
die dem bis 2019 neu gewählten Europäischen Parlament und der neuen
EU-Kommission einen reibungslosen Start ermöglichen sollen, wiewohl
die finanzielle Ausgestaltung erst im mehrjährigen EU-Finanzrahmen
sichergestellt wird“, betonte heute, Samstag, Mariana Kühnel,
Generalsekretär-Stellvertreterin in der Wirtschaftskammer Österreich
(WKÖ). Mit Horizon Europe habe Europa im globalen Wettbewerb einen
„wirksamen Hebel“ in der Hand, Forschung und Innovation von der
Grundlagenforschung über Prototypen bis hin zur Markteinführung zu
unterstützen und die Anstrengungen in diesem Zukunftsbereich zu
forcieren.

Besonders erfreulich sei, so die stellvertretende
WKÖ-Generalsekretärin, dass mit der Einrichtung eines Europäischen
Innovationsrates (EIC) eine gezielte Stimulation innovativer Ideen
und Konzepte möglich sei. „Das hilft allen kleinen und mittleren
Unternehmen in Europa, ihre innovativen Produkte und Dienstleistungen
am Markt zu lancieren. Österreich war dazu Impulsgeber und hat sich
intensiv in die Gestaltung des EIC eingebracht. Ich bin sehr froh,
dass <a></a>diese Ideen auf europäischer Ebene aufgegriffen wurden.
Innovation und Digitalisierung sind essentiell, um wettbewerbsfähig
zu sein, und genau deshalb müssen wir die Möglichkeiten durch
HorizonEurope ausbauen“, so Kühnel.

Klare Erwartungen der Wirtschaft an Horizon Europe

Die Wirtschaft habe „klare Erwartungen“ an das ab 2021 geltende
HorizonEurope-Programm. Insbesondere gelte es, den Fokus auf den
Beitrag des jeweiligen Förderprojekts zu Wachstum und Beschäftigung
zu setzen. Was den Abbau von bürokratischen Regelungen betrifft,
gelte es, so Kühnel, alle Anstrengung zu unternehmen, um Zugang und
Abwicklung von Horizon Europe praktikabel zu gestalten. Zudem sollten
die Programmsäulen, die für die Wirtschaft ansprechbar sind,
ausreichend dotiert sein. „Die Mitgestaltung der Wirtschaft in den
Arbeitsprogrammen muss sichergestellt sein, damit die
Förderschwerpunkte mit den Innovationspfaden der europäischen
Wirtschaft kompatibel sind und zusätzliche Mittel von Unternehmen für
Forschung und Innovation mobilisiert werden können“, so die
stellvertretende WKÖ-Generalsekretärin.

Vor dem Hintergrund der noch laufenden Horizon 2020-Förderperiode
betonte Kühnel, dass sich Österreich Rückflusse in einer Gesamthöhe
von 1,5 Mrd. Euro erwarte. Im neuen Förderprogramm ab 2021 gelte es,
diese Rückflüsse weiter zu steigern. „Hierzu wollen wir als
Wirtschaftskammer mit zielgerichteten Informations- und
Beratungsleistungen an die heimischen Unternehmen sowie Forscherinnen
und Forscher herantreten und in Zusammenarbeit mit dem Bund und der
FFG einen wesentlichen Beitrag zu einer erfolgreichen Beteiligung an
Horizon Europe leisten. Die heimischen Unternehmen sollen vom
weltweit größten internationalen Forschungs- und
Innovationsförderprogramm überdurchschnittlich profitieren“, so
Kühnel abschließend. (PWK833/US)

Wirtschaftskammer Österreich
Mag. Michaela Gutmann, LL.M
Stabsabteilung Wirtschaftspolitik
Tel: +43 5 90 900 4471
E-Mail: michaela.gutmann@wko.at

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