Weltklimakonferenz: Greenpeace fordert Taten statt leerer Worte

Nationale Klimaschutzverpflichtungen müssen erhöht werden- Umweltministerin Köstinger muss für starkes Signal der EU sorgen

Kattowitz/Wien (OTS) – Anlässlich der morgen startenden
Weltklimakonferenz, fordert Greenpeace alle Teilnehmerstaaten auf,
ihre Klimaschutzpläne erheblich zu verbessern. Denn mit den
derzeitigen Maßnahmen steuert die Welt auf eine Erderhitzung von über
drei Grad Celsius zu. Auch Österreich ist hier gefordert. Mit dem
aktuellen nationalen Energie- und Klimaplan (NEKP) der Regierung
verfehlt Österreich ganz klar die Klimaziele, vor allem im
Verkehrsbereich. Greenpeace fordert Umweltministerin Elisabeth
Köstinger auf, die eigenen Klimaschutzpläne deutlich nachzubessern
und im Rahmen des EU-Ratsvorsitzes auch andere Staaten von mehr
Ambition in der Klimapolitik zu überzeugen.

„Während unsere Gletscher schmelzen und Inselstaaten untergehen,
schaut die Politik untätig zu. Wir sind die letzte Generation, die
noch den Klima-Kollaps aufhalten kann. Es ist Zeit für Taten statt
leerer Worte“, sagt Adam Pawloff, Klima- und Energieexperte bei
Greenpeace in Österreich, der derzeit als Beobachter an der
Weltklimakonferenz teilnimmt. Mit dem EU-Ratsvorsitz kommt Österreich
hier eine wichtige Verhandlungsrolle zu. Umweltministerin Köstinger
muss dafür sorgen, dass der Klimaschutzplan der EU noch vor dem
Inkrafttreten im Jahr 2020 verbessert wird. Denn wie der unlängst
veröffentlichte Bericht des UN-Umweltprogramms zeigt, wird sich die
Welt bis 2100 um mehr als drei Grad erhitzen, falls die
Klimaschutzmaßnahmen aller Staaten nicht deutlich erhöht werden.

Auch in Österreich herrscht dringender Handlungsbedarf: Während die
klimaschädlichen Treibhausgas-Emissionen im EU-Schnitt seit 1990 um
23 Prozent gesunken sind, sind diese in Österreich deutlich
angestiegen – beim österreichischen Sorgenkind Verkehr sogar um 66
Prozent. Die von der schwarz-blauen Regierung angedachten
Klimaschutzmaßnahmen im Verkehrsbereich reichen nicht aus um die
Klimaziele zu erfüllen. Das bestätigen jetzt auch ExpertInnen des
Verkehrsministeriums und der Bundesländer. Selbst mit sämtlichen
gemeldeten Maßnahmen aus der Klimastrategie, werden die
CO2-Emissionen im Verkehrsbereich das verpflichtende EU-Klimaziel im
Jahr 2030 verfehlen: Um 4,8 bis 6,2 Millionen Tonnen. “Die
Klimaschutzpolitik in Österreich ist ein Trümmerhaufen. Ministerin
Köstinger muss endlich die Ärmel hochkrempeln und sich tatsächlich
für Klimaschutz einsetzen, in Österreich und auch außerhalb des
Landes”, betont Pawloff.

Das Factsheet “UN-Klimakonferenz in Kattowitz” finden Sie hier:
http://bit.ly/2zxb6oX

Archivbilder zur UN-Klimakonferenz und zur Klimakrise:
http://bit.ly/2FL3JQ6
Diese stehen unter Angabe der Foto-Credits (FotografIn/Greenpeace)
zur nicht kommerziellen Nutzung zur Verfügung.

Adam Pawloff
Klima- und Energieexperte
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0)650 3722524
E-Mail: adam.pawloff@greenpeace.org

Stella Haller
Pressesprecherin
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0)664 8169716
E-Mail: stella.haller@greenpeace.org

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