Anderl: „ArbeitnehmerInnen müssen bei einer Steuerreform am meisten profitieren“

AK Veranstaltung über Steuern in Wien

Wien (OTS) – „Der wirtschaftliche Erfolg Österreichs ist der Erfolg
seiner ArbeitnehmerInnen. Wenn es also zu einer Steuerreform kommt,
müssen auch sie die Hauptprofiteure der steuerlichen Entlastung
sein“, forderte AK Präsidentin Renate Anderl bei einer
AK-Veranstaltung zum Thema Steuern am Montagabend in Wien. Dies
betreffe besonders auch den Ausgleich der kalten Progression.

Rund 80 Prozent der Steuerleistung in Österreich tragen die
ArbeitnehmerInnen und KonsumentInnen. Daher ist für die AK klar: 80
Prozent der Entlastung muss auch bei dieser Gruppe ankommen. Eine
Steuerreform, bei der zum Beispiel die Kapitalgesellschaften 33
Prozent der Entlastung bekommen, obwohl sie weniger als zehn Prozent
des Steueraufkommens produzieren, lehnt die AK ab. „Das wäre
ungerecht und keine Reform in unserem Sinn“, sagt AK Präsidentin
Renate Anderl.

Wichtig sei zudem, dass die Gegenfinanzierung stimmt. „Ob eine Reform
gerecht und vernünftig ist, zeigt sich nicht nur daran, wer sie
bekommt, sondern auch daran, wer sie bezahlt. Die Arbeiterkammer wird
daher besonders auf die Gegenfinanzierung achten“, so Anderl. „Eine
Steuerreform, die sich die ArbeitnehmerInnen am Schluss durch Sozial-
und Leistungskürzungen selber bezahlen, lehnen wir ab. Steuerpolitik
ist immer auch eine Frage der Gerechtigkeit.“

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