Karas: Neue Bankenregulierung entlastet kleine Banken, ohne Sicherheit zu senken

Verhandlungserfolg: Parlament und EU-Mitgliedstaaten einigen sich auf neue Bankenregulierung

Brüssel (OTS) – „Wir entlasten kleine Banken administrativ und senken
ihre Regulierungskosten um 20 Prozent ohne das Sicherungsniveau zu
senken oder die Kapitalanforderungen zu verwässern“, sagt der
Europaabgeordnete Othmar Karas nach der politischen Einigung auf die
neuen Regeln für alle 6.500 europäischen Banken. „Das ist ein Erfolg
für den österreichischen EU-Vorsitz gemeinsam mit dem
Europaparlament.“ Die Einigung erfolgte nach 15 intensiven
Verhandlungsrunden. Karas ist Verhandlungsführer der Europäischen
Volkspartei, „sehr zufrieden mit dem Ergebnis“ und „froh, dass alle
seine Prioritäten durchgesetzt werden konnten“:

Definition kleiner und nicht-komplexer Banken und Erleichterungen bei Offenlegungs-und Meldepflichten.nUnterstützung für die Finanzierung der Realwirtschaft durch eine Erhöhung der Schwelle für KMU-Kredite von 1,5 auf 2,5 Millionen Euro.nAntwort auf die Herausforderung der Digitalisierung durch die Begünstigung von Software Investments.nGrundstein für ein integriertes Melderahmenwerk, um Regulierungskosten für kleine Banken um 20 Prozent zu senken.n „Nicht jede Regel muss für jede Bank im selben Ausmaß gelten.
Auflagen, Regulierungen und Bürokratie müssen im Verhältnis zu Größe,
Risiko und Komplexität der Bank stehen. Kleinere Banken haben
übermäßig viel Aufwand mit ihren Berichts- und Offenlegungspflichten.
Bei manchen sind die Regulierungskosten in den vergangenen Jahren so
stark gestiegen, dass sie es nicht mehr schaffen. Daher senken wir
sie um 20 Prozent“, erläutert Karas.

„Wir wollen, dass es weiterhin kleine Banken in Österreich und
Europa gibt. Die Vielfalt im Bankensektor ist eine Stärke für
Finanzstabilität, Wachstum, Jobs und Kundennähe in Österreich wie
Europa. Daher waren für kleine Banken klare Schwellenwerte und
Abgrenzungen zu international tätigen Großbanken nötig“, sagt der
österreichische Europapolitiker.

„Kleinere und regionale Banken sind inlandorientierter, haben vor
allem Kleinsparer, Familienunternehmen und KMU als Kunden und weisen
andere Risikoprofile und Verflechtungen mit der Wirtschaft auf. Daher
wird nun stärker zwischen der kleinen ‚Bank im Ort‘ und dem riesigen,
global tätigen Institut unterschieden werden“, schließt Karas.

Die geplanten administrativen Vereinfachungen sollen mehr als 90
Prozent der österreichischen Banken betreffen.

Rückfragen:
Dr. Othmar Karas MEP, Tel.: +32-2-28-45627, othmar.karas@ep.europa.eu
Daniel Köster M.A., EVP-Pressedienst, Tel.: +32-487-384784, daniel.koster@ep.europa.eu

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender