
Nach Anti-Kohle-Protest: Greenpeace-AktivistInnen in Slowakei kommen frei
UmweltschützerInnen nach friedlichem Protest in U-Haft genommen – Greenpeace fordert Ende des Kohle-Zeitalters in Slowakei
Wien/Bratislava (OTS) – Die zwölf Greenpeace-AktivistInnen, die am
Mittwoch nach einer friedlichen Protestaktion gegen Kohlekraft in der
Slowakei festgenommen wurden, werden vorerst freigelassen. Das
kündigte heute der slowakische Generalstaatsanwalt an. Die
UmweltschützerInnen sind seit sechs Tagen in Untersuchungshaft. Noch
am Sonntag hatte ein Gericht die Freilassung abgelehnt. Nach einer
internationalen Solidaritätswelle und einer Berufung durch Greenpeace
sind die UmweltschützerInnen nun bald wieder auf freiem Fuß, müssen
sich allerdings weiterhin vor Gericht verantworten. Auch in Wien
protestierten heute Greenpeace-AktivistInnen vor der slowakischen
Botschaft.
“Fürs Erste hat die Gerechtigkeit gesiegt. Aufgrund eines friedlichen
Protests bis zu sechs Monate in Untersuchungshaft zu sitzen, wäre ein
Skandal”, erklärt Lukas Meus, Greenpeace-Sprecher in Österreich.
“Auch der folgende Gerichtsprozess muss eine gerechte Entscheidung
bringen. Es kann nicht sein, dass friedlicher Protest kriminalisiert
wird.” Die zwölf AktivistInnen aus Belgien, Deutschland, Finnland,
der Slowakei und Tschechien werden zwar bald aus der
Untersuchungshaft entlassen. Trotzdem müssen sie sich einem
Gerichtsprozess stellen, der innerhalb der kommenden sechs Monate
stattfinden wird. Bei einer Verurteilung drohen ihnen bis zu fünf
Jahren Haft.
Die UmweltschützerInnen haben vergangenen Mittwoch in der
slowakischen Stadt Nováky friedlich gegen Kohlekraft demonstriert.
Kurz nach dem Protest startete die Weltklimakonferenz in Polen, wo
hohe Erwartungen an Regierungen gestellt werden, Lösungen für die
Klimaerhitzung zu erarbeiten. In der Slowakei macht der Energieträger
Kohle nur zwölf Prozent des Energiemixes aus. Die
Umweltschutzorganisation fordert von der slowakischen Regierung einen
Ausstieg aus der Kohlekraft. “Anstatt Menschen, die sich mutig und
friedlich der mächtigen Kohleindustrie in den Weg stellen, zu
kriminalisieren, muss sich die slowakische Regierung rasch um einen
Ausstieg aus dem schmutzigsten aller Energieträger kümmern”, so Meus.
Bildmaterial:
zu dem Protest in Nováky und den Solidaritätsaktionen finden Sie
unter: https://bit.ly/2DYU1qQ
Die Fotos stehen unter Verwendung der Photo Credits ausschließlich
für die redaktionelle Verwendung kostenlos zur Verfügung.
Lukas Meus
Greenpeace-Sprecher
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0)664 8169713
E-Mail: lukas.meus@greenpeace.org
Julia Karzel
Pressesprecherin
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0) 664 61 26 725
E-Mail: julia.karzel@greenpeace.org
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