
NEOS Wien/Wiederkehr: Freunderlwirtschaft beim Verein Freunde der Donauinsel
Wien (OTS) – NEOS Wien Klubobmann Christoph Wiederkehr zeigt sich
anlässlich des heute erschienen Stadtrechnungshofberichts zum Verein
der Freunde der Donauinsel wenig überrascht: „Seit Jahren weisen wir
NEOS auf die dubiosen Machenschaften rund um die Donauinsel und den
dafür zuständigen Verein hin. Nun hat auch der Stadtrechnungshof Wien
die Sache genauer untersucht und zeigt für uns klare Beispiele, wie
die SPÖ in dieser Stadt ihre Freunde bedient.“
„Dem ehemaligen Organisator des roten Donauinselfests und jetzigen
Vorstandsvorsitzenden des Vereins Sascha Kostelecky wurde ein nettes
Zuckerl nach dem Motto von Freunden für Freunde geschenkt. Der
Vertrag, der zwischen der MA 45 und dem Verein über die
unentgeltliche Überlassung der Liegenschaft abschlossen wurde,
enthält auch eine Passage, die erlaubt, dass in den Räumlichkeiten
zusätzlich zur normalen Vereinstätigkeit ein Hundefeinkostladen
geführt werden darf. Dieser Laden gehört wohl nur ganz zufällig dem
Vorstandsvorsitzenden selbst – da ist es natürlich praktisch, dass
laut Vertrag auch keinerlei Miete zu zahlen ist. Nach anderen
Interessenten für die Liegenschaft wurde wohl genau deshalb auch
nicht gesucht“, erklärt Wiederkehr.
„Endlich kommen hier mit dem Stadtrechnungshof diese
intransparenten Vorgänge ans Licht. Auch bei der Selbstkontrolle des
Vereins durch die Rechnungsprüfer scheut man nicht vor Freunden
zurück. Wie der Stadtrechnungshof kritisiert, war der Mitarbeiter der
Magistratsabteilung 45, die gleichzeitig vom stellvertretenden
Vorsitzenden des Vereins geleitet wird, als Rechnungsprüfer tätig.
Hier hat also der Angestellte seinen Chef kontrolliert – und die
Stadt sieht darin keine Unvereinbarkeit. Auch die externen
Steuerberatungsleistungen fanden ohne Ausschreibung einen Abnehmer in
der SPÖ-Familie, nämlich in der Kanzlei des ehemaligen
SPÖ-Finanzministers Hannes Androsch“, so Wiederkehr weiter.
„Was früher von der Stadt selbst verwaltet wurde, hat man vor
einigen Jahren ohne jegliche Ausschreibung in einen dubiosen Verein
ausgelagert und bedient damit die eigenen Leute. Wir fordern, dass
das Tätigkeitsfeld des Vereins offen ausgeschrieben wird, damit
dieses alte SPÖ-Freunderlsystem endlich ein Ende hat“, schließt
Wiederkehr.
NEOS – Klub im Wiener Rathaus
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