Bischofskonferenz: Kopftuchverbot „wenig wünschenswert“

Stellungnahme des Generalsekretariats der Bischofskonferenz hinterfragt Regelungsbedarf, Eignung der Maßnahme und Grundrechtskonformität

Wien (KAP) – Die Österreichische Bischofskonferenz steht dem
Initiativantrag der Regierung zu einem Kopftuchverbot in der
Volksschule kritisch gegenüber und ortet mehre offene Fragen. Man
unterstütze das Anliegen einer pädagogischen Förderung und
Integration aller Kinder in elementaren Bildungseinrichtungen und
„teilt die Sorge, dass die Integration von Mädchen durch das Tragen
eines Kopftuches in der Volksschule erschwert sein kann“, heißt es in
der am Mittwoch abgegebenen und von Bischofskonferenz-Generalsekretär
Peter Schipka unterschriebenen Stellungnahme. Es sei nicht
wünschenswert, wenn Kinder ein Kopftuch tragen müssen. Dennoch sei
ein gesetzliches Verbot ebenso „wenig wünschenswert“. Darüber hinaus
sollten vor der Normierung des „Kopftuchverbots“ noch wichtige offene
Fragen geklärt werden.

((ende)) PWU/RME
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