
TD|IKT Wettbewerb Kärnten 2018:Alturos, Augmensys, G&P, Sepin und Symvaro sind die Sieger.
Die 16. Ausschreibung ist bis 24. Jänner 2019 (12:00) geöffnet. Jetzt einreichen!
Klagenfurt (OTS) – Der KWF Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds
prämiert im Auftrag des Landes Kärnten einmal jährlich herausragende
Projekte im Bereich „TD|IKT Technologische Dienstleistungen,
Informations- und Kommunikationstechnologien“. Mit einer
Gesamtdotation von 25.000,– EUR wurden heute die diesjährigen
Preisträger im KWF ausgezeichnet.
In der Kategorie „IKT | Software“ ging der Sieg mit dem Projekt
„Objektorientierte Echtzeit-Bildverarbeitung“ an die Alturos
Destinations GmH. Alturos ist mit „Skiline©“ Marktführer im Bereich
des digitalen Entertainments, vor allem im Wintersport. Mit einem
optimierten Bildverarbeitungsalgorithmus und einer zusätzlichen
Autodisqualifikationsfunktion konnte die Jury überzeugt werden.
[www.alturos.com] (http://www.alturos.com/)
Die Augmensys GmbH gewann mit dem Projekt „PEAR – Comprehensive
Pose Estimation for AR on Mobile Devices (Tablets and HoloLens)“ in
der Kategorie „Mobile Anwendungen“. Augmensys entwickelt
Augmented-Reality-Lösungen im Bereich der Prozess- und
Automobilindustrie. Mit zusätzlich verorteten AR-Markern,
Gyroskop-Sensoren und Schrittdetektoren werden noch präzisere
Positionsangaben – insbesondere im Indoor-Bereich – ermöglicht.
[www.augmensys.com] (http://www.augmensys.com/)
Die G&P Schadenlogistik GmbH ist Spezialist im Bereich der
Gutachtenerstellung von KFZ-Hagelschäden. In Kooperation mit der
Joanneum Research Forschungsgesellschaft wurde unter dem Titel „DHSA
Digital-Hailstorm-Analysis“ ein neues digitales Verfahren entwickelt,
das eine automatisierte Schadensbegutachtung nach einheitlichen
Standards ermöglicht. G&P siegte in der Kategorie „Technologie- und
Wissenstransfer“.
Der Firma Sepin Orthopädietechnik Sanitätshaus GmbH ist es
gelungen, den Produktionsprozess mittels 3D-Scan und 3D-Druck sowie
CAD- und CAM-Verfahren zu digitalisieren. Zudem gelangen nun andere
Materialien mit verbesserten Eigenschaften zum Einsatz. Damit gelang
der Sieg in der Kategorie „Smarte Produktion und Digitalisierung“.
[www.sepin.at] (http://www.sepin.at/)
Die Symvaro GmbH entwickelt für die Wasserversorger ein spezielles
Service, das die Zählerstanderfassung durch die Bürgerinnen und
Bürger auf möglichst einfache Weise automatisiert und digitalisiert
(„Selbstablesung-as-a-Service“). Rücklaufquoten und Datenqualität
werden dabei ebenso verbessert wie die Bewusstseinsbildung zum Thema
Wasser. Symvaro gewinnt die Kategorie „Technologische
Dienstleistungen“. [www.symvaro.com] (http://www.symvaro.com/)
Mehr zu den Preisträger-Projekten erfahren:
[www.kwf.at/tdikt-preistraeger]
(http://www.kwf.at/tdikt-preistraeger)
Über 270 Projekte wurden seit dem Start des Wettbewerbs im Jahr
2007 beim KWF eingereicht. Rund die Hälfte davon erhielt eine
Förderung. Als Jurysprecher freut es mich, dass der KWF auch in
diesem Bereich auf Kontinuität setzt, so Jurysprecher Univ.-Prof. DI
Dr. Hermann Hellwagner, Vorstand des Instituts für
Informationstechnologie an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Er
verwies zudem auf die gerade laufende 16. TD|IKT Ausschreibung, die
noch bis zum 24. Jänner 2019 (12:00 Uhr) geöffnet ist:
[www.kwf.at/tdikt] (http://www.kwf.at/tdikt)
Kärnten hat mit 4,5 % realem Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 das
höchste Plus aller Bundesländer eingefahren, so LHStv. Gaby Schaunig
in ihrer Funktion als Technologie- und Finanzreferentin. Der Zuwachs
von 9,5 % im produzierenden Bereich fiel dabei doppelt so hoch aus
wie im Österreich-Schnitt (+ 4,7 %). Kärnten meldet
Rekordbeschäftigung bei weiterhin sinkender Arbeitslosigkeit. Mit
einer Forschungsquote von 3,12 % liegt Kärnten über dem
Österreich-Schnitt und über dem EU-Zielwert. Mehr denn je gilt es,
den eingeschlagenen Weg fortzuführen. Am Weg zur Vorzeigeregion kommt
dabei der Südachse mit den Bundesländern Kärnten und Steiermark
gerade im Bereich der Electronic Based Systems eine Schlüsselfunktion
zu, so Schaunig. Der Silicon Alps Cluster entwickelt sich erfreulich
und zählt bereits 116 Mitglieder, die Weichen für die Silicon Austria
Labs sind gestellt, im Lakeside Science & Technology Park wird erneut
erweitert und das Joanneum Research errichtet ein weiteres
Robotics-Labor. Im Educational Lab des Parks wird die Neugier von
Schülerinnen und Schülern zum Forschen und Experimentieren
erfolgreich geweckt. Die Infineon-Investition in Villach setzt
zusätzliche Energie frei und rundet mit den (außer)universitären
Forschungseinrichtungen sowie den forschungsaktiven KMU das
Gesamtbild im Bereich Forschung, Technologie und Innovation sehr gut
ab. Kärnten hat aktuell starken Rückenwind. Nutzen wir ihn, um
Kärnten und die Region Süd gemeinsam weiterzubringen und die
internationale Strahlkraft weiter zu erhöhen, so Gaby Schaunig
weiter.
Die KWF Strategie 2030 stellt Forschungs-, Technologie- und
Kooperations-Maßnahmen in den Vordergrund, so KWF Vorstand Sandra
Venus. Es gilt, bestehende Stärken konsequent weiterzuentwickeln und
mit neuen Wissens- und Technologiebereichen zu verknüpfen. Mit
intelligenter Spezialisierung zur vernetzten Vielfalt lautet die
Devise. Bei Hochschulen oder außeruniversitären
Forschungseinrichtungen, die wenig oder keinen unmittelbaren Bezug zu
örtlicher bzw. regionaler Unternehmensforschung haben, bleibt das
Innovationspotenzial aufgrund des fehlenden Austauschs oft ungenutzt.
Hier schlummert immenses Potenzial, das der KWF mit seinen
Förderprogrammen unterstützt und genutzt werden muss.
Die Stiftungsprofessuren „Smart Materials“ der Fachhochschule
Kärnten und „Industrie 4.0“ der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
sind zwei gute Beispiele, wie sich universitäres Wissen und
unternehmerisches Know-how sinnvoll ergänzen, führte KWF Kurator
Christoph Herzeg an. Zwölf Unternehmen, die Fachhochschule Kärnten,
die Alpen-Adria-Universität, die TU Graz, die Privatstiftung der
Kärntner Sparkasse und der KWF finanzieren die Professuren im Bereich
„Smart Specialisation“ im Zeitraum von fünf Jahren mit insgesamt 3,4
Mio. EUR. Analog zur EU-Strategie im Bereich „Smart Specialisation“
bündeln Leitbetriebe, KMU, Forschungs- und Bildungseinrichtungen ihre
Kompetenzen und forcieren so regionale Innovationsprozesse.
Fritz Lange
KWF Marketing
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