
Unsere Weihnachtsgänse: Drei Viertel werden importiert, oft in Käfigen gehalten und brutal gestopft
VIER PFOTEN: Schon über eine Viertelmillion Unterschriften gegen Käfighaltung in der EU
Wien (OTS) – Weihnachten ist – neben Martini – ein traditioneller
Anlass für die Österreicher, Gansl oder Ente zu essen. Das Problem
laut VIER PFOTEN ist dabei, dass drei Viertel der hierzulande
konsumierten Gänse aus dem Ausland kommen, großteils aus Ungarn.
Ungarn ist eines der Länder in Europa, in denen die brutale Stopfmast
zur Gewinnung der Fettleber („Foie Gras“) noch erlaubt ist. Damit
geht fast immer auch Käfighaltung einher. Die vor wenigen Monaten
gestartete europäische Bürgerinitiative „End The Cage Age“ hat
bereits 2über 250.000 Unterschriften gegen Käfighaltung in der EU
gesammelt. VIER PFOTEN gehört zu den über 140 Organisatoren der
Initiative.
„Gänse, die gestopft werden, werden fast immer auch in Käfigen
gehalten“, sagt VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Martina Pluda. „Damit
leiden sie doppelt: einerseits unter der grausamen Stopfmast,
andererseits unter der beengten Haltung. Käfighaltung ist in
Österreich zu Recht verboten. Die Frage ist: Wollen die Österreicher
wirklich importierte Tiere essen, die so gehalten wurden?“
Im Jahr 2017 wurden laut dem Bundesministerin für Nachhaltigkeit
und Tourismus insgesamt 1.456 Tonnen geschlachtete unzerteilte Gänse
(frisch und gefroren) importiert. Davon wurden 1.406,1 Tonnen aus
Ungarn eingeführt, 45,3 Tonnen aus Deutschland, 2,7 Tonnen aus
Dänemark, 1,8 Tonnen aus Polen und 0,1 Tonnen aus Frankreich.
Wie sieht Käfighaltung tatsächlich aus, und was sind die Folgen
für das Tier? Martina Pluda: „Käfige sind normalerweise extrem klein,
haben einen Gitterfußboden und bieten keine Liegestellen. Mit
Ausnahme eines Wassertrogs sind sie meistens vollständig leer. Die
Vögel entwickeln Haltungs- und Ganganomalien, verletzen sich an den
Flügeln und bekommen wunde Stellen an den Füßen. Die Zwangsfütterung
kann zu Entzündungen und weiteren Verletzungen der Speiseröhre führen
– abgesehen davon, dass die Leber der armen Tiere auf das Zehnfache
ihrer normalen Größe anschwillt, was natürlich gesundheitlicher
Wahnsinn und äußerst qualvoll ist.“
Alle Tiere haben ein Recht auf ein Leben außerhalb von Käfigen
VIER PFOTEN hat gemeinsam mit über 140 Tier- und
Umweltschutzorganisationen vor einigen Monaten die EU-weite
Initiative „End The Cage Age“ gestartet. Bereits eine Viertelmillion
Menschen haben bislang diese Petition unterschrieben.
Ziel der Kampagne ist es, die Käfighaltung für Legehennen,
Schweine (Kastenstand), Kaninchen, Gänse und Enten, Wachteln etc.
EU-weit zu beenden. Martina Pluda erklärt: „Wir haben insgesamt ein
Jahr Zeit, um eine Million Unterschriften zu sammeln. Wir fordern
daher alle engagierten Bürger auf, uns zu unterstützen und die
Petition zu unterschreiben.“ Informationen über die Kampagne und den
Zugang zur Petition findet man auf
[https://vier-pfoten-at.endthecageage.eu/]
(https://vier-pfoten-at.endthecageage.eu/)
„Alle Tiere, nicht nur Gänse und Enten, haben ein Recht auf ein
Leben außerhalb von Käfigen“, sagt Pluda. „Schweine sollten in der
Lage sein, sich ausreichend zu bewegen, Hühner sollten freilaufen und
Kaninchen den Platz haben, um herum zu hoppeln. In der Käfighaltung
ist das aber alles unmöglich. Nur gemeinsam können wir etwas
erreichen. Daher zählt wirklich jede Unterschrift. Unsere Forderung
an die EU-Kommission ist klar: Beenden wir diese Grausamkeit!
Mag. Elisabeth Penz
Press Office Austria
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Linke Wienzeile 236, 1150 Wien
Tel: + 43 (0)1 895 02 02 – 66
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elisabeth.penz@vier-pfoten.org
www.vier-pfoten.at www.vier-pfoten.org
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