Brattle-Ökonomen: Pragmatische Änderungen am britischen SmartMetering-Programm könnten unerwartete Risiken begrenzen

London (ots/PRNewswire) – Ein neues Diskussionspapier, das von
Brattle-Ökonomen verfasst wurde, beleuchtet die Risiken, die den
Erfolg des britischen Smart Metering-Programms gefährden könnten. Die
zugrundeliegenden Erfahrungsdaten stammen aus den ersten sieben
Jahren des Programms. Auf Grundlage dieser Analyse benennt das
Brattle-Papier pragmatische Optionen, um hartnäckige
Herausforderungen zu adressieren und das Programm auf eine Weise
voranzubringen, die den Nutzen für Verbraucher im ganzen Land
maximiert.

In dem Brattle-Diskussionspapier werden verschiedene unvorhergesehene
und grundsätzliche Herausforderungen behandelt, die seit Beginn des
Smart Metering-Programms im Jahr 2011 in Erscheinung getreten sind.
Besondere Bedeutung kommt dabei dem Ziel zu, bei der Bereitstellung
intelligenter Zähler auf freiwilliger Basis auf breite Akzeptanz zu
stoßen. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass realistisch nur bis
zu 60 % der Bevölkerung freiwillig auf intelligente Zähler umstellen
und der Kundenkontakt in der Energiewirtschaft hinter den Erwartungen
zurückliegt. In Summe wird geschätzt, dass diese Faktoren zur einer
Nettokostensteigerung für Verbraucher führen könnten. Demgegenüber
ging das britische Ministerium für Wirtschaft, Energie &
Industriestrategie (BEIS) ursprünglich von geschätzten
Nettoeinsparungen in Höhe von 5 Mrd. £ aus.

„Erfolgreiche Programme für intelligente Verbrauchsmessung in anderen
Ländern haben einen nennenswerten Verbrauchernutzen bewiesen“,
erklärte Ryan Hledik, Direktor bei Brattle und Koautor des
Diskussionspapiers. „Einige zielgerichtete Anpassungen der gängigen
britischen Einführungsstrategie könnte den Gesamtnutzen des Programms
deutlich verbessern.“

Um den bestehenden Herausforderungen des Programms zu begegnen,
zeigen die Autoren im Detail zwei unterschiedliche Wege auf:

* Bei der „refokussierten Einführung“ werden die kosteneffektivsten
Kundensegmente identifiziert und das Einführungsprogramm an der
Kundennachfrage ausgerichtet. Der ursprüngliche Fokus des
Programms auf freiwillige Zählerumstellung bleibt dabei erhalten.

* Die „automatische Einführung“ beruht auf einem Modell, das in den
meisten internationalen Gerichtsbarkeiten angewendet wird: Dort
gelten intelligente Zähler als wesentlicher Bestandteil der
Energieinfrastruktur. Die Vorgehensweise bei der Einführung der
Zähler kann mit einer vorschriftsmäßigen Einführung verglichen
werden.

Als nächsten Schritt empfehlen die Brattle-Ökonomen eine Analyse, um
herauszufinden, inwieweit jeder Weg zur Umsetzung der politischen
Ziele des BEIS geeignet ist und wie sich jeder Weg auf das
Geschäftsszenario der intelligenten Verbrauchsmessung auswirken
würde. Sinnvoll wäre ebenfalls eine Folgenabschätzung der Änderungen
für verschiedene Akteure (beispielsweise Lieferanten,
schutzbedürftige Kunden und Zählerhersteller).

Die Autoren des Diskussionspapiers „Two Paths for Advancing Great
Britain’s Smart Metering Programme“ sind Brattle-Direktoren Ryan
Hledik und Pinar Bagci neben Saurab Chhachhi, ehemaliger
Forschungsanalyst bei Brattle und momentan Doktorand am Imperial
College London. Es kann auf brattle.com eingesehen werden.

Die Brattle Group analysiert komplexe ökonomische, finanzielle und
regulatorische Fragen für Unternehmen, Anwaltskanzleien und
Regierungen auf der ganzen Welt. Wir differenzieren uns durch die
Klarheit unserer Erkenntnisse und die Glaubwürdigkeit unserer
Experten, zu denen führende internationale Akademiker und
Wirtschaftsfachleute zählen. Weitere Informationen finden Sie unter
www.brattle.com.

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Ellen Kennedy
The Brattle Group
+1 617 864 7900
Ellen.Kennedy@brattle.com

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