
Bayr zum EU-Afrika Gipfel: Digitalisierung braucht Menschenrechte!
Rohstoffe der Digitalisierung meist unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut
Wien (OTS/SK) – „So, wie sich dieses von Kanzler Kurz initiierte
EU-Afrika-Forum der Digitalisierung annimmt, ist das maximal eine
halbe Sache: Digitalisierung als Chance für afrikanische Länder zu
sehen und dabei die wichtige Komponente der Förderung der Rohstoffe
auszublenden, ist mehr als kurzsichtig“, kritisiert Petra Bayr,
SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung. Viele Erze, Metalle
und seltenen Erden, die für Leiterplatten, Platinen und Co gebraucht
werden, kommen aus dem globalen Süden, sehr oft aus Afrika. „Wie
diese Rohstoffe dort gefördert werden, spottet in der Mehrzahl allen
umwelt-, menschen- und arbeitsrechtlichen Standards“, weiß die
Nationalratsabgeordnete. ****
„Der Kanzler weiß sich zu inszenieren. Schöne Bilder mit
afrikanischen Staats- und Regierungschefs sowie mit europäischen
UnternehmerInnen runden die PR-Show EU-Ratsvorsitz ab“, kommentiert
Bayr. „Die Regierung unterzeichnet den Migrationspakt nicht, leistet
erbärmliche Beiträge für Entwicklungszusammenarbeit und blockiert
jegliche Sorgfaltspflichten für europäische Unternehmen etwa bei
deren Aktivitäten in der Rohstoffgewinnung für Handys, Tablets,
Roboter & co.“, kommentiert Bayr. „Wenn Kanzler Kurz nicht schon mit
seiner Innenpolitik bewiesen hätte, dass ihm die Konzerne wichtiger
sind als die Menschen, spätestens bei seiner Außenpolitik führt er
diese Tatsache allen atemberaubend vor Augen“, so die
Nationalratsabgeordnete. (Schluss) up
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