
Gleichstellung – Heinisch-Hosek drängt auf Arbeitsmarktpaket
Volle Anrechnung von Karenzzeiten, Teilzeit-Überstunden wie Vollzeit, Lohntransparenz
Wien (OTS/SK) – ACHTUNG: Sperrfrist 18.12.18, 00:01 Uhr! (frei für
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SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek drängt angesichts der
aktuellen Zahlen des Global Gender Gap Report des
Weltwirtschaftsforums auf die Umsetzung eines Arbeitsmarktpakets für
Frauen, das die SPÖ schon vorgelegt hat. „Besonders die schlechte
Platzierung Österreichs bei der Lohngerechtigkeit müsste bei der
verantwortlichen Ministerin die Alarmglocken läuten lassen. Leider
kommt von Bogner-Strauß keinerlei Initiative, um die Situation von
Frauen am Arbeitsmarkt zu verbessern.“ Demgegenüber gibt es konkrete
Forderungen der SPÖ, die dazu beitragen können, die Lohnschere zu
schließen, u.a. durch die volle Anrechnung der Karenzzeit, die
Abgeltung von Überstunden bei Teilzeit so wie bei Vollzeit und die
volle Anrechnung der Ersatzzeiten bei der kommenden Mindestpension
von 1.200 Euro. ****
Heinisch-Hosek kritisiert die Regierung für ihre „Politik der
Gleichgültigkeit gegenüber Frauen“. „Es wird Zeit, dass die
Frauenministerin aufwacht und von schönen Worten endlich zum Tun
kommt.“ Konzepte gebe es genug: Das Arbeitsmarktpaket, das
SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner und Gabriele Heinisch-Hosek vor
einem Monat präsentiert haben, enthält u.a. die Forderung, die volle
Anrechnung der Karenzzeiten (also bis zu 22 statt nur 10 Monate) für
Urlaubsansprüche, Gehaltsvorrückungen etc. endlich gesetzlich zu
verankern. „Hier hat die Regierung wieder einmal ein Versprechen
gebrochen: Angekündigt war, dass die Anrechnung der Karenzzeiten
gesetzlich verankert wird, wenn sie in den Kollektivverträgen bis
Jahresende nicht flächendeckend umgesetzt wird – passiert ist
nichts.“
Zweite Forderung: Überstunden von Teilzeitbeschäftigten sollen
genauso angerechnet werden wie die von Vollzeitbeschäftigten. „Jede
Überstunde muss gleich viel wert sein – auch die Teilzeitüberstunde“,
sagt Heinisch-Hosek. Drittens fordert die SPÖ Maßnahmen gegen
Frauen-Armut im Alter. Bei der Pensionsberechnung gehe es derzeit um
reine Arbeitsjahre. „Wir wollen aber, dass bei der 1.200 Euro
Mindestpension Ersatzzeiten wie Kinderbetreuungszeiten als
Beitragszeiten eingerechnet werden.“
Außerdem pocht Heinisch-Hosek auf Verbesserungen bei der
Lohntransparenz. Auch dazu gibt es einen fertigen Gesetzesvorschlag
der SPÖ. Und auch beim Ausbau von Kindergärten und Ganztagsschulen
erwartet sich die SPÖ-Frauenvorsitzende endlich Initiativen von der
Frauenministerin und dem Bildungsminister: Nach der Karenzzeit
arbeitet etwa fast eine Million Frauen Teilzeit. „Das ist jede zweite
Frau – und nicht jede macht das freiwillig.“ (Schluss) ah/sc
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