
Oö. Volksblatt: „Normalität“ (von Markus EBERT)
Ausgabe vom 18. Dezember 2018
Linz (OTS) – Nein, in Bezug auf die Regierung muss man es nicht mit
Udo Jürgens halten, der einmal gesungen hat: „Heute beginnt der Rest
deines Lebens …“ Aber: Zumindest beginnt für die türkis-blaue
Koalition heute das zweite Arbeitsjahr, mit anderen Worten: Man
sollte nun einfach in der Normalität angekommen sein — und zwar auch,
was die mediale Bewertung dieser Regierung betrifft. Das teilweise
hyperventilierende Wiedergeben von Regierungsplänen oder
Regierungsbeschlüssen — a la Plastik!Sackerl!Verbot! — muss ebenso
wenig Fortsetzung finden wie so manche Regierungsinszenierung. Es ist
schon gut, wenn gearbeitet und nicht gestritten wird, und noch besser
ist es, wenn gut gearbeitet wird, wofür ja noch vier Jahre Zeit sind.
So wie man weiß, dass allem Anfang ein Zauber innewohnt, weiß man
auch, dass es gerade in der Politik nicht der Zauber ist, der bleibt,
sondern das, was für die Menschen in diesem Land getan wurde. Etwa im
Pflegebereich, wo die persönliche Betroffenheit aufgrund der
demografischen Entwicklung enorm zunehmen wird. Oder in der weiteren
Entlastung der steuerzahlenden Menschen, denn ohne sie wäre kein
Staat zu machen — schon gar kein Sozialstaat, auf den im Fall der
Fälle Verlass ist. Die härteste Währung der Wähler ist deren
Vertrauen in die Politik.
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