Jetzt Demo: VGT fordert BH auf, Waldverwüstung im Jagdgatter Mayr-Melnhof zu beenden

Heute am Landesgericht Salzburg: Amtshaftungsklage gegen BH Salzburg-Umgebung, von Mayr-Melnhof mit Gewalt entwendete Kamera ist zu ersetzen

Wien (OTS) – Dass es sich im Jagdgatter Mayr-Melnhof um eine
Waldverwüstung handelt, ist jedem Menschen klar, der sich ein
bisschen mit Wald auskennt. Die Fotos, die der VGT heute vor der BH
Salzburg-Umgebung bei einer Demo präsentiert hat, sprechen Bände.
Doch das ist schon länger bekannt. Ein Fachgutachten im Auftrag der
Salzburger Landesregierung von 2014 spricht von einer „Devastierung“
des Waldes und ein weiteres vom Oktober 2015 fordert prioritär die
Schließung des Gatters aufgrund der Umweltzerstörung. Der VGT fordert
nun von der BH Salzburg-Umgebung, das Forstgesetz zu exekutieren und
dem Gatterbetreiber Mayr-Melnhof strenge Auflagen zu erteilen, um den
Wald in der Antheringer Au noch zu retten.

Ebenfalls heute um 13 Uhr beginnt am Landesgericht Salzburg das
Verfahren gegen dieselbe BH. Der VGT hat wegen Amtshaftung geklagt.
Nachdem das Landesverwaltungsgericht Salzburg klar festgestellt
hatte, dass Mayr-Melnhof einem Tierschützer mit Gewalt eine Kamera
entwendet und ihn dabei verletzt hat, will der VGT nun diesen
Gegenstand zurück oder wenigstens den Schaden ersetzt bekommen. Auch
das Landesgericht hat zum selben Sachverhalt in einem Zivilverfahren
bereits klar bestätigt, dass Mayr-Melnhof diese Kamera an sich
genommen hat. Doch die BH weigert sich, den von ihrem Jagdaufseher
Mayr-Melnhof entwendeten Gegenstand zu retournieren.

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: „Im Verfahren vor dem
Landesverwaltungsgericht ist klar geworden, dass die BH den
Gatterjägermeister Mayr-Melnhof in jeder Hinsicht verteidigt. Doch
das Gericht hat unzweideutig festgestellt, dass Mayr-Melnhof den
Tierschützer verletzt und ihm rechtswidrig mit Gewalt die Kamera
entwendet hat. Da führt kein Weg daran vorbei, auch wenn man sich
redlich bemüht, dieses Faktum zu verheimlichen und den Vorfall zu
leugnen. Dass nun dieselbe BH dafür zuständig ist, die Waldverwüstung
bei Mayr-Melnhof zu beenden und das Forstgesetz zu exekutieren, ist
beunruhigend. Erinnert fatal an die Zustände in Russland. Doch im
Gegensatz zu Russland haben wir hierzulande noch das
Demonstrationsrecht, und davon werden wir weiterhin Gebrauch machen,
bis sich die BH dazu entschließt, Gerichtsurteile anzuerkennen und
das Gesetz zu exekutieren.“

VGT – Verein gegen Tierfabriken
DDr. Martin Balluch
Kampagnenleitung
Tel.: 01 929 14 98
medien@vgt.at
http://vgt.at

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