Wissenschaftsminister Faßmann: Stärkere Kooperation zwischen österreichischen und afrikanischen Universitäten

565.000 Euro pro Jahr für Wissenschaftskooperation

Wien (OTS) – „Afrika ist gerade im Hochschul- und Forschungsbereich
eine sogenannte „terra incognita“, sagt Wissenschaftsminister Heinz
Faßmann heute im Rahmen des EU-Afrika-Forums, „ich bin davon
überzeugt, dass Partnerschaften im Bereich Hochschulbildung und
Forschung der vielversprechendste Weg zum Erfolg sind. Wenn es uns
gelingt, durch Kooperation und Forschung für Entwicklung die
Zukunftsaussichten junger Menschen vor Ort zu steigern, erhöhen wir
die Stabilität im Land und tragen dazu bei, jungen Menschen
Perspektiven in ihrer Heimat zu schaffen. Insgesamt werden wir
zukünftig pro Jahr bis zu 565.000 Euro in diese Kooperation
investieren.“

Mit diesem deutlich höheren Budget werden die Forschungskooperation
mit Entwicklungsländern – die meisten davon in Afrika – Schritt für
Schritt weiter ausgebaut und die österreichischen Hochschulen und
Forschungseinrichtungen in ihrem Engagement bei der Umsetzung der
SDGs unterstützt.

Damit stellt das BMBWF den Bereich Entwicklungsforschung auf neue
Beine, der bisher von der Kommission für Entwicklungsforschung (KEF)
abgewickelt wurde. Um die Wirkung der Ressortförderung zu erhöhen,
wird das Förderwesen entsprechend den Rahmenbedingungen für
Förderprogramme des Bundes nun neu gestaltet. Dazu werden die Mittel
von bisher jährlich 215.000 Euro auf 315.000 Euro erhöht und für
Kooperationsprojekte österreichischer Hochschul- und
Forschungseinrichtungen mit Entwicklungsländern eingesetzt. Dabei
soll es vorrangig um die Lösung lokaler Probleme und um die Reduktion
des Brain Drain aus den Entwicklungsländern gehen.

Für eine möglichst effiziente Abwicklung des Programms werden
Synergien, wie die einheitliche Programmverwaltung und -bewerbung der
Ausschreibungen durch den Österreichischen Austauschdienst (OeAD),
konsequent genutzt und Tätigkeiten und Programme anderer
Einrichtungen im Bereich der Entwicklungsforschung und
–zusammenarbeit ergänzt. Die Anschlussfähigkeit geförderter Projekte
an weiterführende Förderprogramme wird durch abgestimmte
Ausschreibungsbedingungen sichergestellt. Awareness-Maßnahmen, wie
die weitere Vergabe des etablierten Österreichischen Preises für
Entwicklungsforschung alle zwei Jahre, werden die Sichtbarkeit und
öffentliche Wahrnehmung dieses global relevanten Forschungsbereichs
erhöhen.

Mit Jahresbeginn 2019 startet weiters der Aufbau eines
„Austria-Africa UniNet“. Dabei soll unter Koordinierung der
Universität für Bodenkultur ein Netzwerk österreichischer und
afrikanischer Universitäten aufgebaut werden, die Verwaltung des
Netzwerks übernimmt der OeAD. „Wir freuen uns über das in die BOKU
gesetzte Vertrauen, wir können damit unsere vor 10 Jahren begonnen
Arbeit in Forschung, Lehre und Capacity Building für eine nachhaltige
Entwicklung der Länder Afrikas weiter ausbauen bzw. noch
wirkungsvoller gestalten“, so der Rektor der BOKU Hubert Hasenauer
Das BMBWF stellt für dieses Netzwerk jährlich bis zu 250.000 Euro zur
Verfügung.

All die genannten Programme bieten den österreichischen Hochschul-
und Forschungseinrichtungen zusätzliche Möglichkeiten, die
Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen in Entwicklungsländern,
insbesondere in Afrika, auszubauen und langfristige Partnerschaften
zu etablieren, die sich auch gemeinsam an anderen bilateralen oder
multilateralen Kooperationsprogrammen beteiligen. Damit wird ein
Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der
Vereinten Nationen und der Erreichung der Sustainable Development
Goals SDGs geleistet, und die Abwanderung gut ausgebildeter
Akademikerinnen und Akademiker insbesondere aus Afrika nach Europa
reduziert.

BM für Bildung, Wissenschaft und Forschung
Mag. Annette Weber
Pressesprecherin
01 53120-5025
annette.weber@bmbwf.gv.at

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