
Drozda: Rechtsextreme Burschenschaft Teutonia mit prominenten FPÖ-Mitgliedern neuerlich im Zentrum eines Nazi-Skandals
Burschenschaft des „Alten Herrn“ und FPÖ-Abgeordneten Bösch bezeichnet Österreich als „Ostmark“ – FPÖ-Bösch rücktrittsreif
Wien (OTS/SK) – Die laut Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnende „Wiener Akademische Burschenschaft Teutonia“ steht neuerlich im Zentrum eines Nazi-Skandals. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda betonte dazu:
„Die Burschenschaft Teutonia, der auch prominente FPÖler wie etwa FPÖ-Nationalratsabgeordneter Reinhard Bösch angehören, ist immer wieder mit rechtsextremen Aussagen und braunen Rülpsern negativ aufgefallen. Welch unerträgliche Geisteshaltung in der Teutonia vorherrscht, zeigt sich jetzt auf besonders abstoßende Art. In einem aktuellen Posting verwendet die Teutonia ganz offen den Nazi-Begriff ‚Ostmark‘ für Österreich. Das zeigt, dass die Burschenschaft des ‚Alten Herrn’ und FPÖ-Abgeordneten Bösch ganz offensichtlich ein Problem mit unser Republik Österreich hat und stattdessen lieber in alten Zeiten schwelgt. Jemand wie FPÖ-Nationalratsabgeordneter Bösch, der als ‚Alter Herr‘ die Geisteshaltung der Teutonia mitträgt, hat im österreichischen Parlament nichts verloren“, sagte Drozda heute, Montag, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****
Die Wiener Burschenschaft Teutonia hat in der Vergangenheit immer wieder mit einschlägigen Aussagen für Entsetzen gesorgt. So verteilten Teutonia-Mitglieder laut Medienberichten im Jahr 2010 Flugzettel, auf denen die Friedensverträge von Versailles und St. Germain wörtlich als ‚Schandverträge‘ bezeichnet wurden. Ebenfalls auf einem Teutonia-Flugblatt wurde das Erinnern an Deserteure als ‚Schweinereien‘ bezeichnet – schon damals verteidigte FPÖ-Abgeordneter Bösch das Flugblatt seiner Burschenschaft gegen das Deserteursdenkmal.
Dass sich die von der FPÖ groß angekündigte Präsentation des Berichts der Historikerkommission immer weiter nach hinten verschiebt, ist für Drozda „wenig verwunderlich. Erstens sitzen in der so genannten FPÖ-Historikerkommission Leute wie Bösch drin, die unter Umständen gar kein gesteigertes Interesse daran haben, dass alles ans Licht kommt. Und zum zweiten liefert die FPÖ beinahe im Tagestakt neues Material, das ebenfalls dringend untersucht gehört“, so Drozda. (Schluss) mb/mr
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1010 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender