
Zinggl zum „Don’t-Smoke“-Hearing: Regierungsfraktionen konnten keine Experten zur Stützung ihrer Haltung gewinnen
Wien (OTS) – Alle beim ersten Hearing zu „Don‘t Smoke“ im Gesundheitsausschuss des Parlaments geladenen Expertinnen und Experten waren sich einig: Die Regierungslinie beim Nichtraucherschutz in der Gastronomie widerspricht medizinischer Expertise und ist volkswirtschaftlich eine Niederlage. Österreich hinkt mit so einer Einstellung dem internationalen Nichtraucherschutz hinterher.
Von ÖVP und FPÖ war lediglich ein Gastronom, Mario Pulker von der Wirtschaftskammer, als Auskunftsperson eingeladen. Er hat den volkswirtschaftlichen Nachteilen die Nachteile für seinen Geschäftszweig gegenübergestellt. Dafür übernahmen die Abgeordneten der Regierungsfraktionen die Aufgabe der nicht aufzufindenden Experten, berichteten von ihren persönlichen Erfahrungen und erläuterten den anwesenden Fachleuten, wie anstelle von strukturellen Maßnahmen das Rauchen eingedämmt werden müsste.
„Die Feindseligkeit gegenüber wissenschaftlichen Argumenten seitens mancher Abgeordneter war mir in diesem Ausmaß nicht bewusst und ist zum Genieren. Fachmeinungen zur Gesundheit wurden im Ausschuss genauso ignoriert wie die 70 Prozent der Bevölkerung, die nach Umfragen für ein generelles Rauchverbot in Gaststätten eintreten“, kommentiert Wolfgang Zinggl (JETZT) das erste Hearing zum Volksbegehren „Don‘t Smoke“.
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Eva Kellermann
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