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GLOBAL 2000 begrüßt parlamentarische Initiative für Glyphosat-Verbot

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Vorrang für Schutz von Mensch und Umwelt – Landwirtschaft braucht Unterstützung

Wien (OTS) – Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 begrüßt den Vorstoß des österreichischen Parlaments für ein Glyphosat-Verbot sehr. „GLOBAL 2000 macht seit vielen Jahren auf die Risiken von Glyphosat aufmerksam. Die parlamentarische Initiative ist ein großartiger Erfolg für die Umwelt wie für die menschliche Gesundheit und langfristig wird sie auch als gut für die österreichische Landwirtschaft erweisen. Jetzt ist es wichtig, dass die österreichischen Bäurinnen und Bauern beim Umstieg Hilfe bekommen“, sagt Helmut Burtscher-Schaden, GLOBAL 2000-Umweltchemiker und Buchautor von „Die Akte Glyphosat“.

So sehr GLOBAL 2000 diesen bedeutsamen umweltpolitischen und gesundheitspolitischen Schritt begrüßt, so sehr bedauert die Umweltschutzorganisation, dass es dazu erst die Abwahl einer Bundesregierung bedurfte. Denn schon im Herbst 2017 hatte sich im österreichischen Parlament eine klare Mehrheit für ein Verbot von Glyphosat ausgesprochen. Auf Initiative der Grünen wurden der damalige Landwirtschaftsminister Rupprechter dazu verpflichtet, auf EU-Ebene gegen eine Verlängerung der Zulassung zu stimmen.

Nach der Wiederzulassung von Glyphosat durch die EU trat die ÖVP-FPÖ-Bundesregierung jedoch auf die Bremse. Ein Hauptargument lautete, dass ein österreichisches Glyphosat-Verbot EU-Recht verletzen würde und das Risiko von Klagen durch den Glyphosat-Hersteller Monsanto bzw. seinen Rechtsnachfolger Bayer mit sich bringt. Schließlich hätten die zuständigen EU-Behörden den Wirkstoff als unbedenklich eingestuft. Nach drei US-Gerichtsurteilen gegen Monsanto, die eine vorsätzliche Täuschung der Öffentlichkeit über die Risiken von Glyphosat erkannten, sollte sich die Angst vor Klagen aber relativiert haben.

„Diese Gerichtsverfahren haben gezeigt, dass die wissenschaftliche Forschung die WHO-Einstufung von Glyphosat als `wahrscheinlich krebserregend für den Menschen‘ bestätigt“, erklärt Helmut Burtscher-Schaden: „Es wurde deutlich, wie der Glyphosathersteller Monsanto die Behörde manipulierte, unvorteilhafte Studien zurückhielt und vorteilhafte Ghostwriter-Studien selbst fabrizierte.“

1,3 Millionen Menschen in ganz Europa haben in der von GLOBAL 2000 mitinitierten Europäischen Bürgerinitiative „Stopp Glyphosat“ für ein Verbot des Pflanzengifts gestimmt. Der Ausstieg ist ein Erfolg aller Menschen die sich in dieser Initiative engagiert haben!

Mag. Thomas Geiger, Pressesprecher GLOBAL 2000
+43 699 14 2000 20, thomas.geiger@global2000.at

DI Dr. Helmut Burtscher-Schaden, Umweltchemiker GLOBAL 2000
+43 699 14 2000 34, helmut.burtscher@global2000.at

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