RNZ: „Rhein-Neckar-Zeitung“ Heidelberg zum Iran

Heidelberg (ots) – Einige Kräfte innerhalb der US-Regierung streben ganz offensichtlich eine Konfrontation und einen erhofften Regimewechsel im Iran an. Sprunghaft und beeinflussbar, wie Trump ist, scheint noch nicht ausgemacht, ob sich die Falken oder die Gemäßigten durchsetzen. Ein Krieg wäre auf jeden Fall ein verhängnisvoller Fehler. Erstens hat der Iran über die Verbindungen in den Irak, die Hisbollah-Milizen in Syrien und im Libanon und die Huthi-Rebellen im Jemen ein Netz von schiitischen Guerilla-Einheiten, mit denen er den Krieg in die ganze arabische Welt tragen kann. Und zweitens dürfte, falls das iranische Regime tatsächlich gestürzt wird, ein Machtvakuum entstehen. Genau das ist damals im Irak passiert, mit der Folge, dass der IS in diesem Vakuum groß werden konnte. All das sollte eine verantwortliche Außenpolitik berücksichtigen. Aber langfristiges Denken ist derzeit im Weißen Haus leider eine Seltenheit.

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Rhein-Neckar-Zeitung
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