
„Kampf um Gallien“: Teil 2 des „Universum History“-Dreiteilers „Die Kelten“ am 28. Juni um 22.35 Uhr in ORF 2
Wien (OTS) – „Gallien ist in drei Teile gegliedert“: So beginnt der wohl bekannteste Text der römischen Antike. Verfasst von einem Mann, der mit seinem Bericht die römischen Landsleute beeindrucken wollte – Gaius Iulius Caesar. „Einen bewohnen die Belger, den zweiten die Aquitaner, den dritten ein Volk, das sich Kelten nennt. Wir nennen sie Gallier“, schrieb der römische Staatsmann und Feldherr in seinem Werk „Der Gallische Krieg“. Sieben Jahre lang dauerte der Kampf Roms um Gallien, in dessen Verlauf Cäsar einen Keltenstamm nach dem anderen unterwarf. Die letzte große Schlacht vor der Stadt Alesia – im heutigen Burgund – im Jahr 52 vor Christus besiegelte das Schicksal der Kelten auf dem europäischen Kontinent. Dabei gewann Cäsar mit der Festnahme des Keltenfürsten Vercingetorix die Herrschaft über ganz Gallien.
Dem „Kampf um Gallien“ widmet sich am Freitag, dem 28. Juni 2019, um 22.35 Uhr in ORF 2 auch der zweite Teil des „Universum History“-Dreiteilers „Die Kelten“ von Johannes Geiger und Heike Schmidt, der in aufwendig gestalteten Reenactments und mit Hilfe internationaler Archäologinnen, Archäologen und Historiker/innen Leben und Wirken jener Stämme beleuchtet, die fast ein ganzes Jahrtausend lang maßgeblich die Geschichte Europas prägten und das aufstrebende Rom in Atem hielten. Der dritte und letzte Teil der Kelten-Trilogie – „Die Kelten: Aufstand der Königin“ – folgt am Freitag, dem 5. Juli, um 22.35 Uhr in ORF 2.
Die Machtverhältnisse waren während des Krieges nicht immer eindeutig: Kurze Zeit sah es sogar so aus, als hätten die Kelten Erfolg. Vercingetorix einte die untereinander verfeindeten Keltenstämme unter seinem Kommando und zog mit einem Heer furchtloser Krieger gegen die römischen Besatzer. Im Wissen, dass er in einer offenen Feldschlacht hoffnungslos unterlegen wäre, überzeugte er die gallischen Bauern, ihre Felder und Vorräte zu verbrennen, um die Römer vom Nachschub abzuschneiden. Eine Taktik, die als Politik der verbrannten Erde in die Militärgeschichte einging. Kurzfristig schien es tatsächlich, als würde sich das Kriegsglück Cäsars wenden. Doch dann verschanzte sich Vercingetorix mit seinen Männern in der Festung Alesia. Eine Niederlage hätte für Cäsar das Ende seiner politischen Karriere bedeutet – er setzte daher alles auf eine Karte und entfaltete vor den Augen der Gallier die volle Wucht römischer Belagerungskunst. Und im entscheidenden Moment warf er sich selbst in die Schlacht. Nachdem den Galliern hinter den Festungsmauern die Nahrungsmittel ausgingen und Vercingetorix erkannte, dass ein Sieg unmöglich war, ergab er sich den Römern. Mit seiner Niederlage wurde ganze Gallien zur römischen Provinz und die freie keltische Kultur auf dem europäischen Festland war zu Ende, auch wenn die Geschichte den Gallier später zum Volkshelden stilisierte.
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