Kombiniert bieten Maßnahmen für gesunde Lebensweise maximale Vorteile für die Gedächtnisleistung und können das erhöhte Alzheimer-Risiko aufgrund genetischer Disposition und Luftverschmutzung ausgleichen
Los Angeles (ots/PRNewswire) – BERICHT VON DER ALZHEIMER’S ASSOCIATION INTERNATIONAL CONFERENCE 2019
Neue Forschungsergebnisse, die auf der Alzheimer’s Association International Conference (https://c212.net/c/link/?t=0&l=de&o=2524011-1&h=1421393892&u=https%3A%2F%2Fc212.net%2Fc%2Flink%2F%3Ft%3D0%26l%3Den%26o%3D2524011-1%26h%3D3529450614%26u%3Dhttps%253A%252F%252Fwww.alz.org%252Faaic%252Foverview.asp%26a%3DAlzheimer%2527s%2BAssociation%2BInternational%2BConference&a=Alzheimer%27s+Association+International+Conference) (AAIC) 2019 in Los Angeles präsentiert wurden, legen nahe, dass eine gesunde Lebensführung – einschließlich gesunder Ernährung, Bewegung und kognitiver Stimulation – das Risiko von kognitivem Verfall und Demenz verringern kann. Die Forscher fanden außerdem heraus, dass eine Umstellung der Lebensgewohnheiten das Risiko selbst angesichts anderer Risikofaktoren, zu denen genetische Prädisposition und Luftverschmutzung zählen, mindern kann, und dass es die Kombination von Maßnahmen ist, die der Gedächtnisleistung maximal zugutekommt.
Fünf auf der AAIC 2019 präsentierte Forschungsarbeiten haben folgende Ergebnisse erbracht:
– Die Umstellung auf vier bis fünf Faktoren für eine gesunde
Lebensführung reduziert das Alzheimer-Demenz-Risiko um 60%,
verglichen mit keiner Umstellung oder einer Umstellung mit nur
einem dieser Faktoren.
– Ein gesunder Lebenswandel kann einer genetischen Prädisposition für
Alzheimer entgegenwirken.
– Eine hohe kognitive Reserve, die durch formale Bildung und
kognitive Stimulation aufgebaut wird, kann dem alternden Gehirn
zugute kommen und das Demenzrisiko bei Menschen verringern, die
einer hohen Luftverschmutzung ausgesetzt sind.
– Die Bestätigung, dass Rauchen im jungen und mittleren
Erwachsenenalter mit kognitiver Beeinträchtigung in der Lebensmitte
in Verbindung gebracht werden kann, und sich bereits im vierten
Lebensjahrzent auswirkt.
– Alkoholkrankheit hat Demenzrisiko bei älteren Frauen signifikant
erhöht. „Es gibt zwar keine nachgewiesene Heilung oder Behandlung von Alzheimer, aber der heutige umfangreiche Forschungsbestand legt nahe, dass die Kombination von gesunden Angewohnheiten (https://c212.net/c/link/?t=0&l=de&o=2524011-1&h=3262673879&u=https%3A%2F%2Fc212.net%2Fc%2Flink%2F%3Ft%3D0%26l%3Den%26o%3D2524011-1%26h%3D1997761570%26u%3Dhttps%253A%252F%252Fwww.alz.org%252Fhelp-support%252Fbrain_health%252F10_ways_to_love_your_brain%26a%3Dhealthy%2Bhabits&a=gesunden+Angewohnheiten) der Gesundheit des Gehirns förderlich ist und das Risiko von kognitivem Verfall mindert“, sagt Maria C. Carrillo, PhD, Alzheimer’s Association Chief Science Officer. „Die heute auf der AAIC präsentierten Ergebnisse geben uns realistische und machbare Handlungsempfehlungen, die uns allen helfen können, ein gesünderes Leben zu führen“.
Um festzustellen, ob sich die Umstellung von mehreren Aspekten der Lebensführung schützend auf die Gedächtnisfunktion und das Denkvermögen bei Menschen mit Alzheimerrisiko auswirken kann, führt die Alzheimer’s Association die U.S. Study to Protect Brain Health Through Lifestyle Intervention to Reduce Risk (https://c212.net/c/link/?t=0&l=de&o=2524011-1&h=1087781415&u=https%3A%2F%2Fc212.net%2Fc%2Flink%2F%3Ft%3D0%26l%3Den%26o%3D2524011-1%26h%3D1141300794%26u%3Dhttps%253A%252F%252Falz.org%252Fus-pointer%252Foverview.asp%26a%3DU.S.%2BStudy%2Bto%2BProtect%2BBrain%2BHealth%2BThrough%2BLifestyle%2BIntervention%2Bto%2BReduce%2BRisk&a=U.S.+Study+to+Protect+Brain+Health+Through+Lifestyle+Intervention+to+Reduce+Risk) (U.S. POINTER) durch. U.S. POINTER ist die erste Studie, die diese Interventionen in ihrer Kombination großflächig in einer diversen US-Population untersucht. Die gesundheitsfördernden Maßnahmen umfassen körperliche Betätigung, Ernährungsberatung und Modifikation, kognitive und soziale Stimulation, und ein verbessertes Selbstmanagement der eigenen Gesundheit. Die Studie findet an fünf Standorten in den USA statt; erste Ergebnisse werden für 2023 erwartet.
Umstellung auf eine Kombination von verschiedenen Maßnahmen für gesunde Lebensführung kann das Demenzrisiko mindern
Die Forschung kommt zunehmend zu dem Schluss, dass es die Kombination der Maßnahmen für eine gesunde Lebensführung ist, die den maximalen Nutzen für die Gesundheit von Gehirn und Körper bietet. Anhand von Daten aus dem Chicago Health and Aging Project (CHAP; n=1.431) und dem Rush Memory and Aging Project (MAP; n=920) untersuchten Klodian Dhana, MD, PhD, Assistenzprofessor am Rush University Medical Center in Chicago und Kollegen, inwieweit eine gesunde Lebensweise das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung mindert. Die Forscher konzentrierten sich auf fünf Faktoren, die sich risikomindernd auswirken: gesunde Ernährung, mindestens 150 Minuten/Woche mäßige bis starke körperliche Aktivität, Nichtrauchen, leichter bis mäßiger Alkoholkonsum und kognitiv stimulierende Aktivitäten.
Während eines durchschnittlichen Follow-ups von neun Jahren für CHAP und sechs Jahren für MAP wurden 293 (21%) bzw. 229 (25%) Fälle von Alzheimer-Demenz beobachtet. Bei Studienteilnehmern, die vier oder fünf Maßnahmen für eine risikoarme Lebensweise umsetzten, fanden die Forscher ein um etwa 60% geringeres Alzheimer-Demenz-Risiko im Vergleich zu Teilnehmern, die keine bzw. oder nur eine der Maßnahmen für eine risikoarme Lebensweise umgesetzt hatten. Die Forscher fanden heraus, dass das Alzheimer-Demenz-Risiko bei Teilnehmern, die auf weitere gesunde und das Risiko mindernde Gewohnheiten umgestiegen waren, unabhängig von der tatsächlichen Anzahl von Faktoren um weitere 22% gesunken ist.
„Diese Studie unterstreicht die Bedeutung einer gesunden Lebensführung zur Senkung des Alzheimer-Demenz-Risikos“, erklärt Dhana. „In den USA wird einer gesunden Lebensweise nicht ausreichend Beachtung geschenkt, und deshalb sollte die Förderung dieser Faktoren für eine gesunde Lebensführung zum Hauptziel der Gesundheitspolitik werden“.
Gesunde Lebensweise kann einer genetischen Prädisposition für Demenz entgegenwirken
Es ist bekannt, dass genetische Faktoren das Risiko für Alzheimer erhöhen. Bislang unbekannt ist jedoch, ob diesem Risiko durch eine gesunde Lebensweise begegnet werden kann. Mithilfe der Daten von 196.383 Erwachsenen europäischer Abstammung im Alter von 60 Jahren und älter aus der UK Biobank identifizierten El?bieta Kuzma, PhD, Forschungsstipendiatin an der University of Exeter Medical School und Team 1.769 Fälle von Demenz über einen mittleren Follow-up-Zeitraum von acht Jahren. Die Forscher teilten die Teilnehmer in Gruppen nach hohem, mittlerem und niedrigem genetischem Risiko für Demenz, und einem günstigen, mittleren und ungünstigen Lebensstil auf Basis ihrer Ernährung, körperlichen Aktivität, Rauchen und Alkoholkonsum auf.
Um das genetische Risiko zu bewerten, verwendeten die Forscher einen polygenen Risikowert (polygenic risk score, PRS), der auf Statistiken bereits publizierter (https://c212.net/c/link/?t=0&l=de&o=2524011-1&h=1293005871&u=https%3A%2F%2Fc212.net%2Fc%2Flink%2F%3Ft%3D0%26l%3Den%26o%3D2524011-1%26h%3D2825823865%26u%3Dhttps%253A%252F%252Fwww.ncbi.nlm.nih.gov%252Fpubmed%252F24162737%26a%3Dpreviously%2Bpublished&a=bereits+publizierter) genomweiter Assoziationsstudien einschließlich aller mit der Alzheimer-Krankheit assoziierten Mutationen basiert. Jeder genetische Risikofaktor wurde entsprechend stark gemäß der Verbindung zu Alzheimer gewichtet. Als gesundes Verhalten definierten die Forscher die Faktoren Nichtraucherstatus, regelmäßige körperliche Aktivität, gesunde Ernährung und mäßiger Alkoholkonsum.
Das Forscherteam fand heraus, dass Teilnehmer mit hohem genetischem Risiko und einem ungünstigen Lebensstil fast dreimal häufiger eine Demenz entwickelten als Teilnehmer mit einem niedrigen genetischen Risiko und einem günstigen Lebensstil (Hazard Ratio [HR]=2,83; 95%; Confidence Interval [CI]=2,09-3,83; p
Original-Content von: Alzheimer’s Association, übermittelt durch news aktuell