Kassenfusion: Muchitsch – Patientenmilliarde ist eine „Zahlenspielerei“

Enorme Kosten fix, Leistungskürzungen drohen – „Alle Versicherten und ihre Familien zahlen den Preis für den türkis-blauen Machtrausch“

Wien (OTS/SK) – SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch sieht die schlimmsten Befürchtungen in Bezug auf die Krankenkassen bestätigt. Denn gestern in der ZIB2 hat sogar der Chef des sogenannten Überleitungsausschusses und zukünftige Obmann des Dachverbands ÖGK, der FPÖ-Politiker Mathias Krenn, zugegeben, dass die von der alten Regierung versprochene „Patientenmilliarde“ – wörtlich – „eine Zahlenspielerei“ sei. Zudem hat Krenn angekündigt, dass bei der Harmonisierung sehr wohl an eine Anpassung nach unten gedacht ist, dass also Leistungskürzungen kommen werden. ****

Für Muchitsch ist klar, dass das eigentliche Ziel von Türkis-Blau überhaupt nichts mit der Gesundheitsversorgung zu tun hat. „Kurz und Strache wollten nur die Macht in der Sozialversicherung übernehmen. Sie haben die Vertreter der Arbeitnehmer hinausgedrängt, obwohl sie für sieben Millionen Versicherte stehen. Und jetzt zahlen die Arbeitnehmer auch noch die Zeche für den türkisen Machtrausch. Mit ihren Beiträgen zahlen sie die 400 Millionen Euro Fusionskosten, sie und ihre Angehörigen sind jetzt auch noch mit Leistungskürzungen bedroht“.

Bemerkenswert ist, dass der derzeitige Chef des Hauptverbands, Alexander Biach, gesagt hat, von den behaupteten Zahlen über zukünftige Einsparen könne man womöglich nachvollziehen, wie sie zustande gekommen sind, er würde aber „keine einzige unterschreiben“. Im ORF-Morgenjournal sagt er außerdem, dass auch die mittelständische österreichische Wirtschaft zu den großen Verlierern der Kassenfusion gehören wird; weil sie durch den gemeinsamen Einkauf mit europaweiten Ausschreibungen kaum zum Zug kommen werden. (Schluss) up/wf/mp

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