Drozda: ÖVP will mit Kopftuchdebatte von ihrem Spendenskandal ablenken

SPÖ steht für „Wahlkampf-Nebelgranate der ÖVP“ nicht zur Verfügung – Ernsthafte Diskussion über Kopftuch muss im interreligiösen Dialog geführt werden

Wien (OTS/SK) – Als „typisches Ablenkungsmanöver Marke ÖVP“ bezeichnete SPÖ-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda heute, Freitag, die türkise Forderung nach einer Ausweitung des Kopftuchverbots. „Die ÖVP steckt mitten in einem Spendenskandalsumpf und versucht jetzt mit einer durchsichtigen Debatte ums Kopftuch davon abzulenken. Wenn es um ernsthafte Vorschläge geht, dann muss unter Einbeziehung der Religionsgemeinschaften, der Bundesländer, ExpertInnen und PraktikerInnen eine breite Diskussion geführt werden. Für eine Wahlkampf-Nebelgranate der ÖVP stehen wir nicht zur Verfügung“, sagte Drozda. ****

Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer stellte klar, dass sich die SPÖ einer ernsthaften Debatte rund um ein Kopftuchverbot nicht verschließen werde, man wolle aber das Urteil des Verfassungsgerichtshofs über die unter Türkis-Blau beschlossene Regelung abwarten. Die ÖVP forciere die Kopftuchdebatte nun im Wahlkampf, weil diese „vermeintlich politisches Kleingeld für Türkis“ bringe. Die SPÖ wird sich an diesem „durchsichtigen Manöver nicht beteiligen“, erklärte Drozda.

„Wenn man eine ernsthafte Diskussion will, dann führt man diese nicht über die Medien, sondern trifft sich mit den Religionsgemeinschaften zum interreligiösen Dialog und versucht einen breiten gesellschaftlichen Konsens zu finden. Dies war auch früher unter sozialdemokratischen Bundeskanzlern selbstverständlich und so würde es auch Pamela Rendi-Wagner halten“, stellte der SPÖ-Bundesgeschäftsführer klar. (Schluss) mr/mb

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1010 Wien
Tel.: 01/53427-275
https://www.spoe.at/impressum/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender