Schieder zum G7-Gipfel: Klimaschutz nicht länger hinten anstellen

Pariser Klimaabkommen muss Grundlage für Handelsabkommen sein

Wien (OTS/SK) – „Der Kampf gegen die Klimakrise darf beim Treffen der G7-Staaten nicht länger nur ein Anhängsel auf der To-Do-Liste sein“, sagt SPÖ-EU-Delegationsleiter Andreas Schieder im Vorfeld des G7-Gipfels in Biarritz. ****

Gerade in Handelsfragen müsse der Klimaschutz eine zentrale Rolle in den Verhandlungen einnehmen. Mit der einseitigen Aufkündigung des Pariser Klimaschutzabkommens von Donald Trump habe der amerikanische Präsident gezeigt, wie wenig Interesse er an internationaler Kooperation und einem lebenswerten Planeten hat, so der SPÖ-Europaabgeordnete. „Die europäischen GipfelteilnehmerInnen sind deshalb gefordert, ein starkes Zeichen zu setzen und keine neuen Handelsverträge mit Donald Trump abzuschließen, solange die USA das Pariser Klimaabkommen nicht erneut ratifiziert haben“, fordert Andreas Schieder.

Mit Blick auf die besorgniserregende Situation im Amazonas, betont Schieder: „Die grüne Lunge der Welt brennt und Präsident Bolsonaro zeigt mit dem Finger auf jene, die das Klima retten wollen. Es ist eine unfassbare Unterstellung, UmweltschützerInnen die Schuld an den Bränden zu geben. Ich erwarte mir eine klare Haltung der G7-Staaten und der EU gegenüber dem brasilianischen Präsidenten.“ Das klimaschädigende Mercosur-Abkommen dürfe auf keinen Fall ratifiziert werden: „Wir brauchen eine Wirtschaftspolitik, die statt Ausbeutung von Umwelt und Beschäftigten einen fairen Handel für alle ermöglicht. Im EU-Parlament werden wir SPÖ-Abgeordnete deshalb gegen das Mercosur-Abkommen stimmen“, so Schieder. (Schluss) bj/mp

Katharina Steinwendtner, Pressesprecherin der SPÖ-Europaabgeordneten
Tel. +32 485 26 95 32, katharina.steinwendtner@europarl.europa.eu

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