
Kinderfreunde: Familien wollen beste Bildung
Kinderfreunde und IFES präsentieren Ergebnisse aus Familienbefragung
Wien (OTS) – Ergebnisse zeigen politischen Handlungsbedarf
510 Eltern befragt
Über die Sommermonate wurde das Forschungsinstitut IFES von den Österreichischen Kinderfreuden mit einer großen Elternumfrage betraut. Dabei wurden 510 Eltern in ganz Österreich zu vielfältigen kinder- und familienpolitischen Forderungen und Ideen der Kinderfreunde befragt. Die Ergebnisse der im Bildungsbereich wurden heute in einer Pressekonferenz präsentiert.
Im Konkreten wurden die Eltern zu folgenden Maßnahmen gefragt:
* Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen
* kostenfreier Kindergarten
* Chancenindex für Schulen
* kostenfreies Essen in Schulen und Kindergärten
* Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem 1.
Geburtstag
* kostenfreie Ganztagsschule
Die Ergebnisse zeigen politischen Handlungsbedarf
Alle Maßnahmen wurden von den befragten Eltern mit sehr großen Mehrheiten von bis zu knapp 90% befürwortet. Für Dr.in Eva Zeglovits, Geschäftsführerin des IFES und Leiterin der Studie, zeigt sich auch klar, dass diese Maßnahmen vor allem für die Gruppen der GeringverdienerInnen, AlleinerzieherInnen und Vollzeitberufstätigen besonders wichtig sind. „Die hohe Zustimmung dieser Gruppen zeigt, dass sie besonders oft auf Hürden bei der Kinderbetreuung stoßen und die geforderten Maßnahmen vor allem für sie von hoher Wichtigkeit sind“, so die Studienleiterin.
88% für Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtung
Die Kinderfreunde-Spitzenkandidatin zur Nationalratswahl und Bundesrätin Daniela Gruber-Pruner betont, dass der Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen für alle Eltern wichtig ist, denn der Kindergarten sei die erste Bildungseinrichtung, die Kinder besuchen.
„Wer Zugang zu einem qualitätsvollen Kinderbetreuungsplatz hat, hat im weiteren Bildungsverlauf einen Startvorteil. Deshalb braucht es österreichweit den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen und zwar mit Öffnungszeiten, die dem Alltag berufstätiger Eltern entgegenkommen“, fordert Gruber-Pruner. Um den Kindergartenbesuch für alle Kinder zu ermöglichen braucht es außerdem eine tatsächliche Kostenfreiheit – also einen Kindergarten ohne versteckte Kosten wie Bastelbeiträge oder Ausflugsgeld – und eine Aufwertung des Berufs der KindergartenpädagogInnen, um den Mangel an diesen entgegenzuwirken und auch die Qualität der Bildung zu steigern. „Die Rahmenbedingungen in diesem Job sind nicht optimal, die Bezahlung muss bundesweit an das Gehalt der LehrerInnen angepasst werden, die Gruppengrößen müssen in ganz Österreich einheitlich klein sein. Es braucht endlich ein Bundesrahmengesetz, um qualitätsvolle Bildung im Kindergarten zu gewährleisten“ sagt Daniela Gruber-Pruner. Nur so würde auch der geforderte Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz von den Eltern angenommen werden.
65% für kostenfreie Ganztagsschule
Eine weitere Forderung ist die Einführung eines Chancenindexes, der gewährleistet, dass Schulen mit Kindern mit höherem Förderbedarf auch entsprechend mehr Budget erhalten, um diesem Förderbedarf gerecht zu werden. „ Die letzte Regierung hat leider genau das Gegenteil gemacht, und z.B. bei SchulsozialarbeiterInnen gekürzt, statt Schulen mit Förderbedarf gezielt zu unterstützen. Das ist aus unserer Sicht aber der falsche Weg“ sagt Christian Oxonitsch, Vorsitzender der Österreichischen Kinderfreunde. Auch die Forderungen nach einer kostenlosen Ganztagsschule und einem kostenfreien Mittagessen in allen Bildungseinrichtungen werden von den befragten Eltern unterstützt. Damit sollen bestehende Hürden und Ungleichheiten im Bildungssystem beseitigt werden, um allen Kindern gleiche Chancen und Bildungskarrieren zu ermöglichen.
Sprachrohr für Familien
„Die Befragung zeigt deutlich, dass teilweise langjährige Forderungen von uns Kinderfreunden bei den Eltern breite Unterstützung finden. Für uns bedeutet das, dass wir weiter dran bleiben und als Sprachrohr für Familien eben diese Forderungen an die Politik stellen müssen, damit die Bildung von Kindern nicht mehr vom Kontostand ihrer Eltern abhängig ist, sondern die beste Bildung für alle Kinder ermöglicht wird“, so Christian Oxonitsch abschließend.
Detailergebnisse schicken wir Ihnen gerne zu:
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Österreichische Kinderfreunde
Karin Blum, Pressereferentin
Tel.: 01/5121298-60, 0650/6626620
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