NEOS zu Kurz: Umgang mit Bundesheer ist verantwortungslos

Douglas Hoyos: „Das Bundesheer ist seit Jahren chronisch unterfinanziert. Wir müssen endlich Maßnahmen ergreifen, um den drohenden Kollaps abzuwenden.“

Wien (OTS) – Fassungslos reagiert NEOS-Verteidigungssprecher Douglas Hoyos auf die jüngsten Aussagen von ÖVP-Obmann Sebastian Kurz, wonach dieser eine Erhöhung des Heeresbudgets klar ablehnt: „Seit Jahren ist bekannt, dass das Bundesheer chronisch unterfinanziert ist. Seit Jahren wurden keine Maßnahmen ergriffen, um den drohenden Kollaps abzuwenden. Daran will nun auch der ÖVP-Obmann nichts ändern. Das ist verantwortungslos und eine Schande für ein reiches Land wie Österreich.“ NEOS setzen sich für eine stabile Finanzierung für das Bundesheer ein. „Das bedeutet eine schrittweise Steigerung des ÖBH-Budgets auf ein Prozent des BIP, um die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher sowie unser Engagement für die Verteidigung der europäischen Souveränität zu gewährleisten“, sagt Hoyos.

Es müsse aber, so Hoyos, auch bedacht werden, wofür das Budget verwendet wird. „Heutzutage ist es zum Glück unwahrscheinlich, dass wir in eine große kriegerische Auseinandersetzung unter Einsatz von Panzern geraten. Wir müssen hier also breiter denken. Was zwar unsichtbar, aber zweifellos fortwährend passiert und höchstwahrscheinlich ist, sind Cyberattacken. Wir setzen uns dafür ein, dass ein erhöhtes Bundesheerbudget sich auf die strategische Priorität dieser Bedrohungen konzentriert und auf einen ernstzunehmenden Beitrag Österreichs zur gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Europäischen Union“, konstatiert Hoyos abschließend.

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