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Oö. Volksblatt: „Ausgleich für Arbeit“ (von Oliver KOCH)

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Ausgabe vom 19.09.2019

Linz (OTS) – Ausgleichszahlungen machen ungefähr 68 Prozent der Einkünfte der heimischen Land- und Forstwirte aus. Doch bevor man auf die Idee kommt, die österreichischen Landwirte könnten deswegen in den Tag hinein produzieren, auf diese Zuwendungen spekulieren und sich den lieben langen Tag ausruhen, sollte man etwas genauer hinsehen. Abseits dessen, dass Landwirtschaft heutzutage höchst professionell betrieben wird, erbringen die Bauern auch für die Allgemeinheit Dienstleistungen, die eine Menge Zeit und Geld kosten. Bestes Beispiel ist die Landschaftspflege.
Davon abgesehen betreibt weltweit jeder Staat entsprechende Programme, die darüber hinaus auch einen weiteren wichtigen sozialen Aspekt erfüllen: leistbare Lebensmittel. Denn aufgrund der veränderten Wertschöpfungskette zugunsten des Handels ist der Spagat zwischen preislich sozial verträglichen Lebensmitteln und einer nachhaltigen, flächendeckenden Bewirtschaftung nicht möglich. Vor allem im Hinblick auf die kleinbäuerlichen Strukturen in Österreich. Die Förderungen sind daher nicht als Zuckerl für potenzielle Wähler oder Menschen, die auf der faulen Haut liegen, zu sehen. Sie sind vielmehr ein gerechter monetärer Ausgleich für eine hart arbeitende Bevölkerungsgruppe.

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