Frankfurter Rundschau: Durchgefallene Idee

Frankfurt (ots) – Das war zu erwarten: Der Vorstoß der deutschen Verteidigungsministerin, eine internationale Schutzzone in Nordsyrien einzurichten, war „dead on arrival“, wie US-Amerikaner sagen würden. Bei seiner Ankunft im Brüsseler Nato-Hauptquartier konnte nur noch der Tod des Projekts festgestellt werden. Zwar warb Annegret Kramp-Karrenbauer vor ihren Amtskollegen aus der Nato noch für ihre Idee. Doch mehr als verhaltene Reaktionen gab es nicht. Kein Land stellte sich uneingeschränkt hinter den Vorschlag der deutschen CDU-Chefin. Eine Schutzzone an der syrisch-türkischen Grenze, so viel ist klar, wird es so bald nicht geben. Es gibt zu viele, zu hohe Hindernisse. Die Uneinigkeit in der Bundesregierung und die von Kramp-Karrenbauers Vorpreschen ausgelösten atmosphärischen Störungen sind noch die kleinsten dieser Hindernisse.

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