
„Universum History“ zeichnet „Ein Leben als Hebamme“ im Europa des 17. Jahrhunderts nach
Zum Weltfrauentag-Programmschwerpunkt am 6. März um 22.35 Uhr in ORF 2; danach ORF/ZDF-Historiendrama „Die Hebamme – Auf Leben und Tod“
Wien (OTS) – Der Beruf der Hebamme bedeutet im 17. Jahrhundert ein Leben auf Messers Schneide: Glückt die Geburt, genießt die Hebamme hohes Ansehen. Doch geht etwas schief, gerät sie rasch in Verdacht, einen Pakt mit dem Teufel geschlossen zu haben. Ein kleiner Fehler kann zu einer Anklage und damit zum Tod auf dem Scheiterhaufen führen. Es ist die Zeit des Hexenwahns, in der die Hebamme Anna Stein tagtäglich neues Leben auf die Welt und ihr eigenes mitunter in Gefahr bringt. Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März (Details zum ORF-Programmschwerpunkt unter presse.ORF.at) zeichnet „Universum History“ am Freitag, dem 6. März 2020, um 22.35 Uhr in ORF 2 den Arbeitsalltag von Hebammen – am Beispiel der fiktiven Anna Stein – im Europa des 17. Jahrhunderts nach. Das Doku-Drama „Ein Leben als Hebamme – Geburtshilfe im 17. Jahrhundert“ von Sigrun Laste, Jochen Ruderer, Jens Afflerbach und Arne Peisker (ORF-Bearbeitung: Ronja Scherzinger) ist das Porträt eines aufregenden und zugleich gefährlichen Berufs: inmitten einer Gesellschaft, die zwischen demütigem Glauben, blindem Aberglauben und der Faszination für die Wunder der Medizin ins Wanken gerät.
Um 23.20 Uhr folgt das von Dagmar Hirtz inszenierte ORF/ZDF-Historiendrama „Die Hebamme – Auf Leben und Tod“ mit „Romy“-Nominee Brigitte Hobmeier in der Titelrolle. Noch bis 31. März 2020 kann unter http://www.romy.at abgestimmt werden, wer den beliebten Publikumspreis erhält. Insgesamt sind in den sechs Hauptkategorien 18 ORF-Stars bzw. Schauspielstars im ORF nominiert.
Im Jahr 1629 besteht das „Heilige Römische Reich Deutscher Nation“ aus mehr als 300 Territorien. Während ganze Landstriche verwüstet und entvölkert werden, bleibt die Stadt Köln weitgehend von den Kriegshandlungen verschont. Dennoch suchen Krankheiten und Ernteausfälle die Stadt und ihre Bewohnerinnen und Bewohner heim. Mangelernährung und Infektionen durch Bakterien treiben die Kindersterblichkeit in die Höhe. Männern, auch Ärzten, ist es damals untersagt, bei Geburten anwesend zu sein. Hebammen wie Anna Stein sind daher rund um die Uhr für die Frauen und ihre Neugeborenen im Einsatz. Ihr Alltag steckt voller Herausforderungen. Als Hebamme hat sich Anna Stein ein beachtliches Wissen über Heilkräuter und ihre Mixturen angeeignet. Bei einer schwierigen Geburt hat sie kleinere chirurgische Eingriffe durchzuführen.
Aberglaube ist in der Bevölkerung tief verankert, er bildet den Nährboden für die Angst vor Dämonen oder Hexen. Schrecken und Sensationen werden auf Flugblättern, den Vorläufern moderner Zeitungen, unters Volk gebracht, unglaubliche Geschichten von Wunderwesen und Hexen treiben die Auflagenzahl in die Höhe. Allein in Deutschland werden rund 25.000 Menschen bei lebendigem Leib auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Hebammen stehen – etwa bei Totgeburten – schnell im Verdacht, einen Pakt mit dem Teufel eingegangen zu sein. Oft fallen auch sie dem Hexenwahn der Frühen Neuzeit zum Opfer. Damit wird auch Anna Stein konfrontiert. Eine ihrer Kolleginnen soll noch am selben Tag auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden.
Die neue „Universum History“-Dokumentation „Ein Leben als Hebamme – Geburtshilfe im 17. Jahrhundert“ begleitet Anna Stein einen ganzen Tag lang bei ihrer Arbeit. Eine Hebamme namens Anna Stein hat es nie gegeben. Doch ihre Geschichte ist dennoch wahr – recherchiert und verdichtet aus historisch-verbrieften Biografien und neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft. Gedreht in Deutschland und Österreich, unter anderem in der Rauchstube des Volkskundemuseums Graz.
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