PP Ravensburg: Unerlaubte Rodung von Streuobstbäumen
Friedrichshafen (ots) – Wegen eines Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz ermitteln Beamte des Fachdienstes Gewerbe und Umwelt beim Polizeipräsidium Ravensburg gegen einen Landwirt und dessen Helfer, die am 22. Februar dieses Jahres – die Medien berichteten darüber – auf zwei Streuobstwiesen im Bereich der Schmalholzstraße zwischen Ailingen und Raderach mit einer Fläche von etwa 2,7 Hektar rund 200 Streuobsthochstämme unter großem Maschineneinsatz gerodet haben. Wie von Vertretern des Landratsamtes (Umweltschutzamt) festgestellt wurde, gab es für die Rodung keine behördliche Erlaubnis und sind Entwicklungsformen wildlebender Tiere oder Fortpflanzungs- bzw. Ruhestätten von besonders und/oder streng geschützten Tierarten unwiederbringlich zerstört worden. Auf den betreffenden Streuobstwiesen waren nicht nur ein Grünspechtbrutpaar, sondern auch Zauneidechsen und Fledermäuse beheimatet. Nach bisherigem Ermittlungsstand ist der ökologische Schaden des Lebensraums für die Tierwelt als erheblich zu betrachten. Da der betreffende Landwirt diese Rodungsaktion nicht alleine durchgeführt hat – es waren immerhin mehrere Großschlepper, ein Forstvollernter und zwei Häcksler im Einsatz – sucht die Polizei noch Zeugen, die Hinweise zu den Fahrern und/oder zu Herkunft der Fahrzeuge (Firmen) geben können.
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