Vana: „SURE setzt Zeichen der Solidarität, ersetzt EU-Arbeitslosenversicherung aber nicht“

Nur echte europäischen Sozialunion kann Folgen der Coronakrise bewältigen

Wien (OTS) – „In diesen Krisenzeiten muss die EU als Vorreiter in Sachen Solidarität und europäischem Miteinander wahrgenommen werden. Deshalb begrüße ich die SURE-Initiative der Kommission, die hier im Vergleich zur ständigen Blockade im Rat eine positive Rolle einnimmt. Die EU muss die Einkommenssicherheit der ArbeitnehmerInnen in Kurzarbeit sicherstellen. Die stark steigenden Arbeitslosenzahlen verlangen jedoch darüber hinaus auch diejenigen im Blick zu haben, die trotz staatlich subventionierter Kurzarbeit ihren Job verlieren. Die EU-Kommission muss deswegen die von den Grünen schon lange geforderte europäische Arbeitslosenversicherung umgehend auf den Weg bringen“, fordert Monika Vana, Delegationsleiterin der österreichischen Grünen im Europaparlament.

Vana: „Die von der Kommission kalkulierte Summe von 100 Milliarden Euro wird angesichts der zu erwartenden Arbeitslosigkeitszahlen nicht ausreichen. Hier wird es Nachbesserung brauchen, andernfalls wird nur die Schieflage zwischen der Unterstützung für Unternehmen und den sozial Schwachen noch verstärkt. Um eine nachhaltig tragfähige europäische Sozial-, Wirtschafts- und Währungsstruktur auf der Grundlage von Solidarität zu bekommen, muss die Uneinigkeit im Rat überwunden werden. Denn nur als echte europäischen Sozialunion werden wir die Coronakrise und ihre wirtschaftlichen Folgen bewältigen können.“

Lena Kaiser
lena.kaiser@europarl.europa.eu

Büro Dr.in Monika Vana, MEP
Abgeordnete zum Europäischen Parlament
Delegationsleiterin der österreichischen Grünen
The Greens/EFA, European Parliament
Rue Wiertz 60, ASP 08 H 147
B-1047 Brüssel

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